Die Zahl der Toten durch die LKW-Attacke in Nizza stieg inzwischen auf 84. Über 100 Personen wurden verletzt, 18 davon schwer. Der Attentäter war bei der Polizei amtsbekannt, hatte jedoch keine direkten Verbindungen zu Terrororganisationen. Dennoch jubelt der «Islamische Staat».

 

Neuesten Meldungen zufolge stieg die Zahl der Toten infolge der Amokfahrt eines 30-jährigen Mannes mit französischer und tunesischer Staatsangehörigkeit auf inzwischen 84. Unter ihnen befinden sich auch mindestens 10 Kinder. Über 100 Menschen wurden verletzt, 18 davon befinden sich auf der Intensivstation. Unter ihnen befinden sich auch viele Kinder. Über 100 Menschen wurden verletzt, 18 davon befinden sich auf der Intensivstation.

 

Einer Meldung des «Nice Matin» zufolge befinden sich 54 verletzte Kinder im Lenval Kinderhospital. Unter den Toten befinden sich ersten Meldungen zufolge auch 3 Deutsche: Eine Lehrerin und zwei Schüler. Sie feierten auf der Promenade des Anglais die Erstürmung der Bastille während der Französischen Revolution 1789.

 

Der Attentäter, der bislang keine Verbindung zu terroristischen Gruppierungen aufweist, war mit einem ausgeliehenen 19 Tonnen schweren LKW auf der Promenade des Anglais in Nizza gestern gegen 23 Uhr mit bis zu 50 km/h insgesamt rund 2 Kilometer lang im Zickzack durch die Menschengruppen gefahren, bevor er durch Pistolenschüsse von Polizisten auf die Windschutzscheibe gestoppt werden konnte. Mit einer Pistole Kaliber 7,65 lieferte er sich dann noch einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften, bevor er tödlich getroffen wurde.
Wie der britische «Telegraph» unter Berufung auf einen ermittelnden Beamten mitteilte, war der 30-Jährige (in früheren Meldungen hieß es noch, er sei 31 Jahre alt gewesen) polizeilich bekannt. «Er war der Polizei wegen Gewalttätigkeit und Waffengebrauch bekannt, hatte aber keine direkten Verbindungen zum Terrorismus», so der Ermittler.

 

Dennoch führte der Anschlag zu Jubelmeldungen beim «Islamischen Staat», wie die SITE Intel Group berichtet. Diese überwacht radikalislamische Gruppierungen. Die Ermittler wollen nun überprüfen, ob noch weitere Personen in den Anschlag involviert waren. Immerhin zeigen Sicherheitskameras, wie der Franko-Tunesier den Lastwagen in den Hügeln von Nizza bestiegen habe und zeigen auch auf, welche Strecke er fuhr.

 

 

 Von Marco Maier