In den vergangenen vier Monaten haben weltweit alle Leitmedien über die möglichen Folgen des schon seit März 2016 absehbaren drohenden Militärputsches in der Türkei berichtet. Und sie haben über die Folgen diskutiert. Deutschsprachige Leitmedien hatten davon bislang nichts mitbekommen. Daher hier die Zusammenfassung dessen, was Politik und deutsche Lügenmedien den Bürgern VOR dem türkischen Putschversuch verschwiegen hatten.
 

Der vorerst gescheiterte Militärputsch in der Türkei kam so überraschend wie der Wechsel der Jahreszeiten. Seit mehr als einem Jahr haben größere und kleinere Geheimdienste ihn vorausgesagt. Und es gab mehr Berichte dazu, als man in einem Tag lesen konnte. Nachfolgend einige Beispiele: Am 7. April 2016 berichtete die Washington Times über die Putschpläne in Ankara, am 30. Mai 2016 auch Foreign Affairs  (»Turkey`s Next Military Coup«).

 

Viele ausländische Medien berichteten über die Unzufriedenheit in der türkischen Armee. Und über die Vorbereitungen für einen möglichen Putsch in der Armee. Diebeschrieb auch das Wall Street Journal.  Und der Ex-Pentagon-Mitarbeiter Michael Rubin beschrieb unlängst in Newsweek, warum er einen Militärputsch in der Türkei erwarte.

 

Das Pentagon stellte sogar schon mal vorbeugend öffentlich klar, dass die Türkei auch nach einer möglichen Machtübernahme der Armee in der NATO bleiben werde. Drei Mal hat auch der unabhängige und werbefreie Informationsdienst Kopp Exklusivin den letzten Monaten über die Vorbereitungen für einen Militärputsch in der Türkei berichtet. In deutschen Leitmedien wurden solche Berichte entweder verschwiegen, oder aber als »Verschwörungstheorien« lächerlich gemacht. Nun fragen sich unsere von der Entwicklung völlig überraschten  Leitmedien, wie es in der Türkei so weit kommen konnte. Dabei waren die Diskussionen über die Putschgefahr in der Türkei seit vier Monaten in jedem Winkel der Welt angekommen – nur nicht bei deutschen Leitmedien.

 

Kamil Yilmaz, ein türkischer Professor für Wirtschaftswissenschaften, hat seit vielen Monaten die ökonomischen Hintergründe für die wachsende Unzufriedenheit auch in den Reihen der Militärs aufgelistet: Die Türkei steht vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, Kamil Yilmaz spricht vom »schleichenden Tod der Türkei«. Weil Erdogan seine Zeit nur noch dem Traum vom neuen Osmanischen Großreich widmet und für Investitionen und Wirtschaftsentwicklung keine Zeit und offenkundig auch nicht den Verstand hat, zogen sich die Investoren reihenweise zurück.

 

Nur in den Desinformationskampagnen der türkischen Staatspropaganda war die Türkei noch ein blühendes Gemeinwesen. Erdogan hatte in den letzten Monaten nur noch Zeit für den Machtkampf und wollte sich den absoluten Führerkult sichern. Nach allen bekannten türkischen Medienberichten war ihm klar, dass die Armee den Ausbau der Türkei zu einem totalitären Staat so nicht länger mitmachen würde.

 

Erdogan hat das Land mit seinem Machtwahn Monat für Monat näher an den Rand des Bürgerkrieges gebracht. Ausnahmezustand und Kriegsrecht sind nun der Garant dafür, dass es wirtschaftlich weiter bergab gehen wird und die dringend benötigten Investoren fernbleiben werden. Gönül Tol vom Middle East Center for Turkish Studies hatte gerade noch am Freitag Umfrageergebnisse veröffentlicht, nach denen (noch) 56 Prozent der Türken hinter Erdogan und seiner autoritären AKP-Partei stehen.

 

Das Land ist also gespalten: Auf der einen Seite die Armee, welche für die säkulare nichtreligiöse weltliche Türkei steht. Und auf der anderen Seite die Vertreter der Islamisierung und Radikalisierung, welche ihren »Kampf gegen die Ungläubigen« und gegen westliche Kultur weiter vorantreiben wollen. Erdogan ließ sogar alle Schweinefarmen verbieten undentzog Metzgern, die Schweinefleisch verarbeiten, die Lizenz (also die Existenzgrundlage). Kein deutscher Politiker hat jemals dagegen protestiert.

 

Die Europäische Union und die USA sind nun in einem Dilemma. Denn die Türkei wird sich jetzt immer weiter von der Demokratie verabschieden. Erdogan wird seine islamischen Großmachtpläne, die mit der Demokratie nicht vereinbar sind, weiter vorantreiben. Das wird im Nachbarland Griechenland aufmerksam beobachtet werden und unzweifelhaft zu einem Rüstungswettlauf und wachsenden Spannungen führen.

 

Zeitgleich wird Erdogan den Krieg im eigenen Land gegen Teile der eigenen Bevölkerung (die Kurden) weiter vorantreiben. Den Kampf gegen den IS im Nachbarland Syrien hatte er ohnehin nur als Vorwand genutzt, um die Kurden zu destabilisieren. All das muss die Alarmglocken von Washington bis Brüssel läuten lassen.

 

Zur Erinnerung: Die CIA hat vorausgesagt, dass Europa etwa um das Jahr 2020 herum unregierbar werde und in Terror, Krieg und Bürgerkrieg versinken werde. Viele hielten das für eine Verschwörungstheorie. Doch hinter den Kulissen der Macht läuft die Entwicklung genauso ab. Derunabhängige und werbefreie Informationsdienst Kopp Exklusiv berichtet regelmäßig über die Hintergründe. Irgendwer muss jetzt auch den Deutschen die Wahrheit sagen.

 

Auch im Mekka Deutschland sind Politik und Medien jetzt grenzenlos kriminell und führen uns in eine Zukunft, in der Terror, Bürgerkrieg und Putschversuche an der Tagesordnung sein werden. Wer das für eine Verschwörungstheorie hält, der sei daran erinnert, dass uns die EU-Führung genau dieses Szenario schon seit 2010 voraussagt. Natürlich verschweigen deutschsprachige Lügenmedien auch das. Man tut also gut daran, sich im Sinne der eigenen Zukunftssicherung wahrhaftig zu informieren, etwa mit dem unabhängigen und werbefreien Informationsdienst Kopp Exklusiv.

 

Wer glaubt, dass die Entwicklung in der Türkei fern sei und unseren Alltag nicht beeinflussen werde, der vergisst, dass Millionen Türken in Deutschland leben und türkische Politik inzwischen auch direkte Auswirkungen auf Deutschland hat. Klar ist: So wie die Türkei zerrissen und gespalten ist, so sind auch die Millionen Türken in Deutschland in verschiedene Lager aufgeteilt. Der Hass, der da gerade in der Türkei aufgebaut wird, wird sich auch auf unseren Straßen entladen. Direkt vor unseren Haustüren. Mit dem Putschversuch in der Türkei haben wird also ein weiteres importiertes innenpolitisches Problem, welches unser einst stabiles Land weiter destabilisieren wird.

 

 

Von Udo Ulfkotte