Österreichs Außenminister Sebastian Kurz ist derzeit auf Staatsbesuch im Irak, wo er vom kurdischen Außenminister Falah Mustafa empfangen wurde. Dort sprach man über die humanitäre Situation in der Region sowie über den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus, wie Kurz auf Twitter verkündete.

 

Österreichs Chefdiplomat verfolgt sein Amt mit großer Ausdauer und besuchte am Samstag die autonome kurdische Region im Nordirak, die vom islamistischen Terrorismus schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unter anderem besuchte Kurz ein Flüchtlingscamp, wo sich derzeit etwa 20.000 Menschen befinden, die durch den ISIS-Terrorismus ihre Heimat verloren haben.

 


 

Mit seinem kurdischen Amtskollegen Falah Mustafa sprach Kurz vor Ort über die schwierige Situation vor Ort. Unter anderem wurde über wirtschaftliche und humanitäre Hilfe sowie über die bilateralen Beziehungen gesprochen, die laut Mustafa zu einem produktiven Ergebnis geführt haben. Der kurdische Außenminister empfing seinen Kollegen als Freund und ist sehr dankbar für das Engagement des jungen Außenministers aus Wien, der am Freitag im irakischen Erbil freundlich empfangen wurde.
 


 
Weiters sprach Kurz mit dem kurdischen Premierminister in der irakischen Region und sagte den Kurden im Kampf gegen Daesh Unterstützung aus Österreich zu. In den letzten Monaten hat die kurdische Peschmerga wichtige Erfolge im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus erzielt, nachdem die Kurden mit den irakischen Truppen im Frühjahr eine Großoffensive im Norden Iraks gestartet hatten und dort wichtige Gebiete zurückeroberten.
 


 
Österreich wird laut Kurz die Vereinten Nationen, die in den befreiten Regionen vor Ort humanitäre Hilfe leisten mit 2 Millionen Euro unterstützen. Über einen möglichen Friedenseinsatz in der Region ist bislang noch nichts bekannt. Das Bundesheer befindet sich derweil im Libanon im Einsatz, wo die Soldaten die Flüchtlingscamps unterstützen. Im Hinblick auf die aktuellen Vorkommnisse in der Türkei äußerte sich Kurz ebenfalls.
 


 
Der 29jährige Wiener ist der jüngste Außenminister Österreichs und scheint derweil der einzige Lichtblick in der Alpenrepublik zu sein, die aktuell mehr schlecht als recht funktioniert. Wie das Contra Magazin schlug der junge Politiker vor, bei der Wiederholung der Präsidentschaftswahl die OSZE einzuladen, die den (hoffentlich) korrekten Ablauf der Stichwahl überwachen soll. Bundeskanzler Kern lehnte diesen Vorschlag ab.

 
Von Christian Lehmann