Das Auswärtige Amt Deutschlands hat nach dem Putschversuch in der Türkei einen Krisenstab gebildet, der die Lage in diesem Land einschätzt und mit diplomatischen Vertretungen Deutschlands in der Türkei zusammenarbeitet.

 

Die Lage werde «sehr genau» beobachtet, so Merkel. Sie sei in ständigem Kontakt unter anderem mit (Frank-Walter) Steinmeier und Vizekanzler Sigmar Gabriel.

 

Merkel hat den Putschversuch in der Türkei verurteilt. «Gerade im Umgang mit den Verantwortlichen für die tragischen Ereignisse der letzten Nacht kann und sollte sich der Rechtsstaat beweisen», sagte die Kanzlerin.

 

Deutschland stehe an der Seite «all derjenigen in der Türkei, die die Demokratie und den Rechtsstaat verteidigen», sagte Merkel weiter. Sie bezog auch die «demokratischen Kräfte» in der türkischen Opposition mit ein. Diese sind teilweise starken Repressionen durch Erdogan ausgesetzt.

 

Wie es im Auswärtigen Amt nach einer Sitzung des Stabs hieß, scheint sich „die Situation in der Türkei nach und nach zu stabilisieren“.