Der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetchenien Ramsan Kadyrow äußerte sich zu den Vorgängen in der Türkei. Wie RIA Novosti berichtet hält er es für möglich, dass der Westen seine Finger im Spiel hatte, nachdem der türkische Präsident Recep Erdogan einen Richtungswechsel in der Politik eingeschlagen hat.

 

Nachdem das türkische Militär versuchte die Regierung zu putschen, fragt man sich vor allem nach dem Grund. Während einige bereits die Möglichkeit äußerten, dass der Putsch eine Inszenierung der türkischen Regierung wäre, schließt Kadyrow die Möglichkeit nicht aus, dass der Westen hinter dem Putsch stecken könnte, wie die russische Nachrichtenagentur unter Berufung auf Instagram berichtet.

 

 

Die türkische Regierung wurde demnach für den Richtungswechsel bestraft. Das NATO-Mitglied Türkei wollte sich laut Kadyrow auf internationaler Bühne unabhängiger Auftreten, also sich vom westlichen Kurs weiter loslösen. Deswegen sei nicht auszuschließen, dass pro-westliche Generäle hinter dem Militärputsch stecken könnten. Als Begründung nannte Kadyrow den eigenen Kurs der Türkei in der Syrien-Frage.

 

Am Freitag versuchten Militärs in verschiedenen Städten die Regierung Erdogans zu stürzen. Medienangaben zufolge kamen bei diesem gescheiterten Putschversuch über 265 Menschen ums Leben. Präsident Erdogan will nun hart gegen die Putschisten vorgehen, nachdem er den Putschversuch für gescheitert erklärte.
 
Von Christian Lehmann