Eine Reihe von US-Polizeistationen hat nach der jüngsten Schießerei in der Stadt Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeführt, wie The Wall Street Journal mitteilt.

 

Alle Polizisten in New York wurden beispielsweise verpflichtet, nur „paarweise zu arbeiten“. So müssten in der Stadt New Orleans (Staat Louisiana) nun mindestens zwei Polizeiwagen zur Unterstützung anderer Polizisten geschickt werden.

 

Die Polizeiverwaltung von Indianapolis hat demnach neue Fortbildungskurse zur Gewährleistung der Sicherheit während des Dienstes organisiert.  Obwohl solche Maßnahmen laut WSJ auch früher ergriffen worden waren, hatten diese zunächst eher zeitweiligen Charakter. Nun jedoch plane eine Reihe von Städten, darunter auch New York, diese Maßnahmen dauerhaft einzuführen.

 

Ein Schütze hatte am Sonntag in Baton Rouge drei Polizisten erschossen, weitere drei verletzt. Der Täter selbst wurde bei einem Schusswechsel getötet.  Der 29-jährige Afroamerikaner wurde als Gavin Long aus Missouri identifiziert.

 

Bei Anti-Rassismus-Protesten am vergangenen Donnerstag in Dallas (Staat Texas) waren fünf Polizeibeamten getötet worden. Mehrere Heckenschützen hatten auf insgesamt elf Polizisten geschossen. Wenigstens sieben Polizisten wurden teils schwer verletzt.

 

Innerhalb von nur 48 Stunden zuvor waren zwei Afroamerikaner durch Polizisten zu Tode gekommen. Im US-Bundesstaat Louisiana hatten in der Nacht auf Dienstag zwei Polizisten Alton Sterling auf einem Parkplatz zu Boden gezwungen und ihn aus nächster Nähe erschossen. Im US-Bundesstaat Minnesotawurde am Donnerstag Philando Castile bei einer Verkehrskontrolle erschossen. Die Situation hat eine Protestwelle hervorgerufen.

 

Quelle: Sputniknews