Die Ergebnisse des Brexit-Referendums und der drohende Ausstieg Großbritanniens aus der EU machen neben Georgien und Moldawien auch der Ukraine besonders viele Sorgen, wie Experten des Aufklärungs- und Analyseinstituts Stratfor äußerten.

 

Den Stratfor-Experten zufolge schrumpft der Brexit die Chancen Kiews, Tiflis‘ und Chisinaus auf einen EU-Beitritt um ein Vielfaches.

 

„Moldawien, die Ukraine und Georgien sind darüber besorgt, dass das Interesse der EU an einer Ausweitung im Osten sinkt“, so das Stratfor-Institut.

 

Dieser Umstand ermögliche es nun Russland, seinen Einfluss in der Region zu vergrößern.

 

Die Verwaltungen der Ukraine, Georgiens und Moldawiens würden sich derweil auf das schlimmste Szenario vorbereiten, in dessen Rahmen eine Liberalisierung des Visaregimes verlegt werde, schreiben die Experten.

 

Am 23. Juni hatten die Brexit-Befürworter beim Referendum den Sieg errungen. 51,9 Prozent der Briten haben sich für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ausgesprochen. Die Schotten zeigten sich derweil bereits im Vorfeld als eher „pro EU“ eingestellt und erwogen eine Wiederholung ihrer früheren Volksabstimmung.