Der türkische Justizminister Bekir Bozdag hat die Inhaftierung der beiden Piloten bestätigt, die die im November an der Grenze zu Syrien den russischen Su-24-Bomber abgeschossen hatten. Der Abschuss hatte die Beziehungen Ankaras mit Moskau schwer belastet.

 

Die beiden Piloten seien im Zusammenhang mit dem Putschversuch verhaftet worden, teilte Bozdag dem TV-Sender CNN Turk mit.

 

In der Nacht auf den 16. Juli gab es in der Türkei einen Putschversuch, der von einem Teil des Militärs ausgegangen sein soll. Zeitweise hatten die Putschisten mehrere zentrale Militär- und Polizeistellen sowie den Istanbuler Atatürk-Flughafen unter ihre Kontrolle gebracht.

 

In der Hauptstadt Ankara und der Millionenmetropole Istanbul wurde geschossen, es gab Explosionen. Auf beiden Seiten waren Kampfjets und Panzer im Einsatz. Jets und Hubschrauber der Putschisten sollen auf das Parlament und weitere Ziele Bomben abgeworfen haben.

 

Am Morgen schienen die regierungstreuen Kräfte jedoch die Oberhand gewonnen zu haben: Die Aufständischen begannen sich zu ergeben, mehr als 100 von ihnen wurden getötet. Bei dem Putschversuch starben nach Angaben der Behörden mindestens 290 Menschen, mehr als 1.500 weitere wurden verletzt. Nach Regierungsangaben der wurden bis Sonntag 6.000 mutmaßliche Putschisten festgenommen, unter ihnen Dutzende Generäle, Richter und Staatsanwälte.