Nach dem gescheiterten Militärputsch hat die türkische Marine die Verbindung zu 14 Kriegsschiffen verloren, wie The Times berichtet. Auch von Marinechef Veysel Kösele fehlt seit dem 16. Juli jede Spur. Es ist nicht bekannt, ob Admiral Kösele etwas mit den Putschisten zu tun hatte oder von ihnen als Geisel genommen wurde.
 
Vor dem Putsch seien die betreffenden Schiffe in der Ägäis und im Schwarzen Meer im Einsatz gewesen seien, seien jedoch nicht in ihre Häfen zurückgekehrt. Die Zeitung mutmaßt, dass zumindest einige der vermissten Schiffe auf wem Weg nach Griechenland seien. Nach dem gescheiterten Staatsstreich waren acht türkische Offiziere mit einem Hubschrauber ins Nachbarland geflüchtet und dort um Asyl ersucht.

 

Laut türkischen Medienberichten könnte Admiral Kösele in Gewalt von Putschisten sein. Die türkische Regierung hält sich mit Kommentaren zurück. Reuters hatte bereits am 16. Juli unter Berufung auf griechische Quellen gemeldet, der türkische Marinechef sei von Putschisten festgesetzt worden, die im Marinestützpunkt Gölcük ein Kampfschiff in ihre Gewalt gebracht hatten. Nach Angaben der griechischen Zeitung „Proto Thema“ wurde die mit Anti-Schiffs-Raketen Harpoon bewaffnete Fregatte F-240 TCG Yavuz gekapert.