1.

Der Bericht enthält keine Fakten, um mindestens die Schuld auch nur eines einzigen, bestimmten Sportlers nachzuweisen. Wenn in dem Bericht wenigstens ein konkreter Name stünde, dann folgte daraus Rechtsanspruch auf eine Klage wegen Verleumdung, sowie über den Schutz der Ehre und des Rufs. Vor jedem Gericht der Welt wären die sogenannten «Ermittlungen» der WADA ungeeignet als Beweis einer Schuld. Die Autoren des Berichts wissen das auch, deswegen nennen sie keine Namen, verlangen aber, dass, ausnahmsweise, für die russischen Sportler die Unschuldsvermutung, ein demokratischer Rechtsgrundsatz für ein rechtsstaatliches Gerichtsverfahren, ausgesetzt werden muss.

 

2.

Im Bericht der WADA wird behauptet, dass in Russland ein staatliches Programm zur Verwendung von Doping gestartet worden sein soll, entwickelt für eine gute Darbietung russischer Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Aber die russische Nationalmannschaft war  gerade in jenen Sportarten schlecht, in denen ein Doping größte Vorteil gebracht hätte. Beim Biathlon, Eishockey und Eisschnelllauf: In all diesen Disziplinen waren die Russen schlecht oder sehr schlecht, die besten Ergebnisse jedoch wurden in jenen Sportarten, in denen Doping, von dem die WADA schreibt, nutzlos wäre. Zum Beispiel im Eiskunstlauf, wo die russische Nationalmannschaft 3 Gold-, 1 Silber- und 1 Bronzemedaille gewann.

 

3.

Der «Informant» der WADA, Überläufer Grigorij Rodtschenkow behauptet, dass er persönlich bei der Verarbeitung mit «sauberem» Urin, den angeblich der FSB in die Reagenzglaskolben von Athleten mit Positiv-Befunden eingefüllt hätte, beteiligt gewesen sei. Jedoch geben selbst die Autoren des Berichts zu, dass sie keine Fingerabdrücke oder DNA-Spuren von Rodtschenkow auf den Reagenzgläsern feststellen konnten, mit denen er angeblich gearbeitet hätte. Wie konnten die Mitarbeiter der WADA danach weiterhin seinen Anschuldigungen glauben, auf der Wahrhaftigkeit von Rodtschenkows Erklärungen bestehen?

 

4.

Das einzige Experiment, das die Mitarbeiter der WADA im Beisein von unabhängigen Experten durchführten, endete in einem völligen Fehlschlag. Grigorij Rodtschenkow behauptete, dass er Salz in die Analysen der russischen Athleten dazu hineingemischt hätte, was bedeutet, dass das Vorhandensein von Salz  als Beweis dafür verwendet werden könnte, dass mit der Urinprobe wirklich irgendwelche Manipulationen vorgenommen worden seien. Für die Überprüfung dieser Hypothese wurden 32 Reagenzgläser genommen, in denen die Urinproben derjenigen russischen Athleten sind, mit denen Rodtschenkow angeblich gearbeitet hatte und 8 Reagenzgläser von Athleten anderer Länder. Im ersten Schritt ging noch alles gut. WADA Experten fanden sechs Reagenzgläser mit Urinproben, in denen ein verdächtig großer Salzgehalt war. Aber dann stellte sich heraus, dass es in 4 von 6 Fällen Proben von nicht russischen Sportler waren, die der «Informant» der WADA angeblich geöffnet haben wollte. Nach diesem Experiment ist es endgültig offensichtlich, dass Rodtschenkow lügt. Doch die amerikanischen Kämpfer gegen Doping halten Rodtschenko für glaubwürdig, haben einfach aufgehört, weitere Experimente durchzuführen, die bestätigend aufgezeigt hätten, dass ihr Bericht zu 100% aus Unsinnsverbreitung per Auftrag besteht.

 

5.

Die ganze Anklage basiert tatsächlich auf den Aussagen Rodtschenkow, der behauptet, dass jede Nacht durch ein Loch in der Wand, FSB-Agenten, getarnt als Klempner, jene Reagenzgläser mit Positiv-Befunden russischer Athleten zugereicht bekommen hätten, und dann angebrochene Röhrchen mit guten «Befunden» zurück brachten. Das Problem ist, dass die Autoren des Berichts nicht beweisen konnten, dass man die Reagenzgläser der Schweizer Firma Berlinger Special AG, die bei allen internationalen Wettbewerben verwendet werden, wirklich unberechtigt und nicht entdeckbar öffnen kann. Die Autoren des Berichts sagen ganz offen: «Wir konnten wohl Reagenzgläser öffnen, aber wir zeigen nicht, wie wir es getan haben». Und als Beweis dafür, dass die Reagenzgläser mit dem Befund der russischen Sportler wirklich geöffnet worden sein sollen, deuten sie auf die Tatsache des Vorhandenseins irgendwelcher mikroskopisch kleiner Kratzer bei 11 von 95 Reagenzgläsern hin. Dabei hat niemand analysiert, ob die gleichen Kratzer auch oder nicht auf den Reagenzgläsern von Athleten aus anderen Ländern vorhanden sind, die nicht geöffnet wurden. Das ist also wiederum Behauptung, aber kein Beweis.

 

Und die Tatsache, den dass die Autoren sich weigern, nachweisbar ihre Methode von einem möglichen unauffälligen Öffnen der Reagenzgläser vorzuführen, weist darauf hin, dass eine solche Methode nicht existiert, und der ganze Bericht von vornherein auf Lügen gebaut ist.

 

 

Von Ruslan Ostaschko

Quelle: www.politrussia.com

Übersetzung: fit4Russland