Über 80 Menschen wurden durch einen Terroranschlag der sunnitisch-islamistischen Terror-Miliz „Islamischer Staat“ in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Bahram Al-Qassemi bezeichnete Saudi-Arabien als „Grundvater von ISIS“, wie arabische Quellen berichten.

 
Zwischen Teheran und Riad verschärft sich aktuell wieder der Ton: Nachdem der saudische Außenminister Adel Al-Jubeir Teheran als den größten Sponsor des weltweiten Terroristen nannte, konterte Teherans Außensprecher vor einer EU-Delegation und warf von überwiegend Sunniten bewohnten Wüstenstaat Saudi-Arabien Heuchelei vor, wie Al-Masdar-News berichtet.
 

 
Der Terror-Miliz IS (Daesh) sei nach Auffasssung Teherans vom saudischen Königreich gegründet worden. Immerhin stammen 15 von 19 Flugzeugentführer vom 11. September 2001 aus Saudi-Arabien. Auch die Terrorgruppe Al-Quaida wird wie der IS dem sunnitischen Islam zugerechnet, während im Iran über 95 Prozent dem shiitischen Glauben, der Zwölfer-Shia, angehören.
 

 
Anfang Januar drohte die Lage zwischen beiden Staaten zu eskalieren, nachdem in Saudi-Arabien mehrere Shiiten, darunter auch der bekannte Scheich Al-Nimir, hingerichtet wurden. Sowohl in Teheran als auch in der weltweiten shiitischen Diaspora kam es zu massiven Protesten. In syrischen Kämpfen iranische Freiwillige gegen den IS, wo sie die syrische Armee und die Hisbollah unterstützen. Irans Staatsoberhaupt Ali Chamene´i, Oberster Religionsführer, ist auch der Oberste Führer der libanesischen Hisbollah-Miliz, die von Sayyed Hassan Nasrallah angeführt wird.
 


 
Von Christian Lehmann
 
 

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