Am Sonntagabend hat es am Rande eines Musikfestivals im bayerischen Ansbach eine Explosion gegeben. Die Behörden gehen vom ersten Selbstmordanschlag auf deutschem Boden aus. Eine Person – der mutmaßliche Attentäter selbst – ist dabei ums Leben gekommen, mindestens elf wurden verletzt.
 


 
Der mutmaßliche Attentäter ist ein 27-jähriger syrischer Flüchtling, der schon früher strafrechtlich in Erscheinung getreten und der Polizei bekannt sein soll. Er soll zudem bereits zweimal Selbstmordversuche unternommen haben und in psychologischer Behandlung gewesen sein. Er soll Asylbewerber gewesen sein, sein Antrag sei allerdings bereits vor einem Jahr abgelehnt worden.
 
Der junge vollbärtige Mann mit Rucksack war kurz vor der Explosion vor dem Westzugang zu dem Festivalgelände gesichtet worden, wo sich etwa 2.500 Zuschauer versammelt hatten. Als er nicht eingelassen wurde – eine Eintrittskarte hatte der Täter nicht – zündete er den im Rucksack versteckten Sprengsatz. Die Metallsplitter-Bombe hätte viel mehr Schaden angerichtet, wäre es auf dem Festivalgelände zur Explosion gekommen.