Im Doping-Skandal um Russland wirft René Fasel, der Präsident des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF, der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada vor, in ihrem Ermittlungsbericht Tatsachen falsch dargestellt zu haben.

 

In ihrem Report erwähnte die Wada-Ermittlungskommission unter Richard McLaren drei Sportschützen, deren Dopingproben verschwunden sein sollen. Diese Behauptung stimme jedoch nicht, sagte Fasel laut russischen Medien. Nach seinen Angaben waren die drei Doper identifiziert worden und ordnungsmäßig gesperrt gewesen. Das bedeute, dass nicht alles in McLarens Bericht auf realen Fakten fuße.

 

Die McLaren-Kommission hatte das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Die staatlichen Stellen sollen von 2012 bis 2015 Proben von 643 Athleten aus 30 Sportarten manipuliert haben, um gedopte russische Athleten zu schützen, hieß es in dem Wada-Bericht, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde.

 

Die Wada forderte, alle russischen Athleten von den am 5. August beginnenden Olympischen Spielen in Rio de Janeiro fernzuhalten.

 

Am Sonntag entschied das Internationale Olympische Komitee (IOC) jedoch, keinen Komplettausschluss gegen die russischen Athleten bei den Spielen in Rio zu verhängen. Über das Startrecht einzelner Athleten sollen ihre jeweiligen Weltverbände entscheiden. Sportler, die bereits früher wegen Doping gesperrt gewesen waren, werden in Rio aber nicht starten dürfen, darunter auch die 800 Meter-Läuferin Julia Stepanowa, die eigentlich die Enthüllungen über die angeblichen Doping-Praktiken in Russland ins Rollen gebracht hatte.

 

Quelle: Sputniknews