Den Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern liegen derzeit 410 Hinweise auf mögliche Terroristen unter den Hilfesuchenden vor, wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» unter Bezugnahme auf das Bundeskriminalamt (BKA) am Montag berichtet.

 

„Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können“, zitiert die Zeitung aus dem BKA-Bericht.

 

Die Zahl der islamistischen Extremisten, die aus Deutschland nach Syrien ausgereist seien, um dort für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu kämpfen, steige, schreibt das Blatt weiter.

 

Laut BKA-Angaben reisten etwa 840 deutsche Islamisten nach Syrien. Im Mai waren es erst 800. Im Amt geht man davon aus, dass ein Drittel der „ausländischen Kämpfer» bereits nach Deutschland zurück gekommen sei.

 

Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes bleibt „die Terrorgefahr in Deutschland weiter hoch“:

 

„Europa und auch Deutschland stehen schon seit längerer Zeit im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus“, schrieb das BKA.