Bei einem von der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) organisierten Selbstmordanschlag in der hauptsächlich von Kurden bewohnten Stadt Qamishli im Norden Syriens sind nach neuesten Angaben mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen.

 

Am Mittwochmorgen sprengte sich ein Attentäter im Westen der Stadt in die Luft. Sein Ziel sollen das Hauptquartier der kurdischen Polizeieinheit „Asayish“, Gebäude, die von der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) genutzt wurden, sowie Regierungsgebäude der selbsterklärten kurdischen Autonomieregierung gewesen sein.

 

Bei dem Anschlag sind nach Angaben der lokalen Behörden mindestens 50 Menschen, darunter viele Zivilisten, ums Leben gekommen. 100 weitere erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

 

Auf den Fotos und Videos, die nach der heftigen Explosion gemacht wurden, sind zahlreiche beschädigte Gebäude und ein metertiefer Explosionskrater zu sehen.

 

Die Terrormiliz Daesh bekannte sich bereits zu dem Angriff. Laut der IS-Nachrichtenagentur „Amaq“ seien 100 Menschen getötet worden, als man „kurdische Sicherheitskräfte“ angriff.

 


 

​Der Präsident des angrenzenden kurdischen Autonomie-Gebiets im Nordirak, Masoud Barzani, verurteilte die Tat aufs Schärfste und teilte seine Anteilnahme mit den Opfern der Tragödie mit, so die Nachrichtenagentur Rudaw.