Es sind zwei Jahren vergangen… Es bleibt aber in der Erinnerung, als ob es erst gestern geschah. Ja, gestern waren es genau zwei Jahre seit dem schrecklichen Beschuss von Horliwka, als zur Schar von Engel noch zwei hinzugekommen sind: Christina und Kira – eine wunderschöne Mutter und ihre kleine Tochter.

 

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Mutter Christina und Tochter Kira

 

Ich erinnere mich an dieses Entsetzen von den gesehenen Bildern, und wie ich Angst hatte, meine Freunde aus Horliwka anzurufen und keinen Ton im Hörer zu hören. Und eine trostlose Hoffnung, dass das Kind noch am Leben wäre. Es waren aber nur Gerüchte. Die Hoffnungen zerbrach.

 

Die kleine Kira ging dorthin, woher es kein Zurück gibt, zusammen mit ihrer Mutter, händchenhaltend. Kurz davor hatte die kleine Kira ihre ersten Schritte gemacht. Mutter und Großmutter waren glücklich und träumten davon, wie das Mädchen läuft … Es ist nicht geschehen. Christina und Kira wurden für immer als Symbole eingerahmt: Ikonen unserer Tagen. Und so wird es für immer bleiben — Madonna von Horliwka.

 

 

Wenn Hoffnungslosigkeit ihre Seele umarmt, und sie werden denken, dass es keinen Ausweg gibt, erinnern sie sich an sie…

 

 

Und noch ein Engel…

 

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Vor drei Tagen hätte ein Junge aus Odessa seinen 20 Geburtstag feiern können… Er hatte aber einen grässlicher Tod beim Odessa-Massaker im Gewerkschaftshaus erlitten.

 

Wadim Popura ist ein Junge, der zum Symbol für unbeugsamen Heldenmut und Widerstandswille wurde.

 

 

Zwei Monate hatte ihm bis zu seinem 18. Geburtstag noch gefehlt… Ein Junge, in dessen blaue Augen unmöglich ohne Träne schauen konnte..

 

Er träumte Militärpilot zu werden… Ganzes Leben mit allen ihren bunten Farben war voran. Aber es ist schief gelaufen. Zerbrochen, zertreten, zerrissen.

 

Keine Tränen, Kerzen oder Blumen können den Schmerz und die Verzweiflung der Verwandten vermitteln.

 

Und wie viele Engel in den Himmel aus dem Donbass gegangen, und nicht nur in den letzten zwei Jahren?

 

Denken Sie bitte an sie. Vergessen Sie nicht …Ikonen unserer Tagen.

 

Von Irina Belokolos