Bei ihrer jährlichen Sommer-PK hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Frage, ob sie im kommenden Jahr noch einmal als Kanzlerkandidatin antreten werde, offen gelassen. Merkel will das zum „geeigneten Zeitpunkt“ sagen – dieser sei aber nicht heute.

 

Bundeskanzlerin Merkel hat angesichts der schweren Attentate in kürzester Zeit in Deutschland ihren Sommerurlaub unterbrochen und ihre jährliche Sommer-Pressekonferenz vorgezogen.

 

Am Sonntagabend war am Rande eines Musikfestivals im bayerischen Ansbach ein Sprengsatz explodiert. Eine Person – der mutmaßliche Attentäter selbst – ist dabei ums Leben gekommen, mindestens elf wurden verletzt. Am 22. Juli hatte ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun Besucher eines Einkaufzentrums in München erschossen. Am 18. Juli hatte ein 17-jähriger Afghane mit einer Axt Passagiere in einem Regionalzug bei Würzburg angegriffen.

 

Zuvor hatte die Zeitung „The Financial Times“ berichtet, dass Merkel sich auf den härtesten Kampf ihrer politischen Karriere vorbereiten müsse. Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU bringe alles, was Merkel innerhalb von zehn Jahren errungen habe, in Gefahr. Hinter ihren Worten, dass die Ergebnisse des Referendums zu bedauern seien, stecken demnach zahlreiche Sorgen, darunter der Verlust eines der wichtigsten Alliierten in der Union und das Risiko weiterer Austritte, was die Positionen Merkels in Europa deutlich beeinträchtigen könnte.