Nachdem bereits deutsche NATO-Generäle bereits der russischen Armee ihren Respekt erwiesen haben, gibt nun auch der neue NATO Supreme Allied Commander in Europe (SACEUR) zu, dass er von der neuen russischen Armee schwer beeindruckt ist. Auch sein Vorgänger, der US-General Breedlove, äußerte sich zuletzt ähnlich.

 

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US-Armeegeneral Curtis M. Scaparotti ist noch nicht lange im Amt. Erst im vergangenen Mai löste er den US-General Breedlove ab, der nun seinen Ruhestand feiert. Unter dem neuen US-General wurde das großangelegte NATO-Manöver Anaconda in Osteuropa durchgeführt, welches unter vielen Pannen und massiven Protest in der Zivilbevölkerung abgelaufen ist. Weniger Pannen gab es beim Einsatz der russischen Streitkräfte in Syrien, obwohl die westliche Leitpresse diesen Einsatz mit vielen Fehlinformationen und dreckigen Lügen torpedierten. Mehr Ehrlichkeit äußerte der neue NATO-Kommandeur, der seinem vermeintlichen Hauptgegner seinen Respekt zollte wie Sputnik berichtete.

 


 
Vor allem war Curtis von den neuen russischen Langstreckenraketen beeindruckt, die punktgenau ihr ziel getroffen haben. Bereits im letzten Jahr gab es viele Berichte darüber, dass die westlichen Militärs von der Treffsicherheit der neuen Marschflugkörper beeindruckt waren. Das gleiche gilt für die neue Technik der russischen Luftwaffe, die über ein neues System namens SWP-40 ihre alten Raketen aus sowjetischen Beständen „lenkbar“ gemacht haben und im Einsatz gegen Terroristen ihre Treffsicherheit unter Beweis gestellt haben.
 

 

Auch sein Vorgänger, US-General Breedlove, warnte jüngst mehrfach vor der Schlagkräftigkeit der russischen Armee. Zuvor spuckte der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber noch arrogante Töne und meinte die NATO wäre imstande die russische Armee zu besiegen. Später haben allerdings US-Militärexperten das Gegenteil festgestellt. Die US-Denkfabrik RAND Corporation stellte in einem Bericht fest, dass Russland innerhalb von wenigen Wochen das NATO-Militär in die Knie zwingen könnte.

 

Unter anderem spielte Curtis darauf an, dass die moderne russische Kriegslehre überwiegend aus der alten Sowjetzeit basiere. Ergänzend ist hierbei anzuführen, dass die sogenannte Kriegslehre Russlands vor allem auf traditionelle Lehren basiert, wie beispielsweise auf den Klassiker „Vom Kriege“, welches der preußische General Carl von Clausewitz im 19. Jahrhunder verfasste. Das interessante an der Vita von Clausewitz ist die Tatsache, dass der Preuße im 1812 in die Dienste der russischen Armee trat, da er aus moralischen Gründen den französischen Feldherren Napoleon nicht unterstützen wollte. Wer kann ihm das verdenken?

 

Von Christian Lehmann