Die Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat, auch IS) nutzt immer häufiger einzelne Kämpfer, um die Sicherheitsbehörden europäischer Länder von Präventionsmaßnahmen gegen große Terroranschläge abzulenken, wie The Wall Street Journal unter Berufung auf amerikanische Beamte und Experten berichtet.

 

„Wir wissen, dass es ein Kommando- und Kontrollsystem zur Ausführung dieser Angriffe gibt», so eine WSJ-Quelle.

 

Dabei seien diese einzelnen Kämpfer nicht einfach nur von den IS-Aufrufen begeistert, sondern agierten nach einem von der Gruppierung vorgeplanten Szenario.

 

Kleine Terror-Anschläge könnten in Europa zum Alltag werden: Unprofessionelle Kämpfer ohne jede spezielle Vorbereitung üben demnach immer öfter selbständig oder in kleinen Teams solche Attacken aus. Ihr Ziel seien auch kleinere Menschenansammlungen, gewöhnlich gebe es weniger Opfer nach derartigen Angriffen. Das allerdings bedeute keinesfalls, dass die IS-Miliz auf große Terroranschläge verzichte, warnen europäische und amerikanische Beamte.

 

Den Experten zufolge konnten die Terroristen bereits eine Infrastruktur entwickeln, die es ihnen ermöglicht, sich frei auf dem Kontinent zu bewegen und Transportkanäle zwischen Europa und dem Nahen Osten zu nutzen.