Wie es gestern bekannt wurde, hat WADA-Präsident Craig Reedy noch in Mai in einem persönlichen Gespräch mit Prankers bestätigt, dass die Agentur keine Beweise für die Schuld der russischen Athleten hat, und beief sich auf die Aussage von Ex-Direktor des «Anti-Doping-Center» Gregory Rodtschenkov.

 

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Das heißt, alle Anklagen sind nicht mehr als ein «demokratisches Urteil» durch Selbstjustiz. Über Rodschenkov war noch bis September 2015 kaum etwas bekannt. Nichtmal auf Wikipedia war etwas zu finden. Doch nun wird er in die Geschichte Russlands eingehen – und zwar als Vaterlandsverräter.

 

Rodchenkov hat nicht nur den russischen Sport verraten, ohne irgendeinen Beweis dafür vorzulegen. Er hat auch den Ruf vieler russischer Sportler nachhaltig geschädigt. Aber was ging in dem Kopf des Wissenschaftlers vor, dass er im Namen der USA und des Westens anfing, alle russischen Sportler zu diskreditieren? Um diese Frage zu beantworten, fing ich an mich an die schmutzigen Machenschaften von diesem Wissenschaftler ranzumachen. Fast fühlte ich mich selbst wie ein Anti-Doping-Experte.

 

Im entfernten 2011, also zu jener Zeit, wo weder London noch Sotchi akut war, sollte das russische Team bereits verbotene Substanzen konsumiert haben. Am 28 Februar kam Rodtschenko als Leiter des Anti-Doping-Zentrums mit einer Stichwunde in die Klinik, die er sich selbst bei einem Suizid-Versuch zufügte.

 

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Laut einem Gutachten basierte der Versuch auf einer tiefen Depression, die aus dem Nichts entstanden sein soll. Am 12 Februar 2011 wurde ein Strafverfahren gegen die Schwester Marina M Rodtschenkow eingeleitet – wegen illegalem Besitz und Handel mit Drogen. Die Drogen sollten damals vom Bruder beschafft worden sein. Das Drogengeschäft der Familie lief Dank Rodtschenkows Arbeit im Anti-Doping-Zentrum.

 

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Also nicht nur der Besitz und der Handel mit Drogen, sondern auch Machtmissbrauch haben dazu geührt, dass er die Hosen voll hatte und versuchte sich selbst zu töten. Die Akte wurde später geschlossen und er hatte mehr Glück als Verstand, dass Russland ihm die Möglichkeit gab, in Sotchi als Experte zu fungieren. Leider wurde dies zum Verhängnis der russischen Sportler, die wegen diesem Drogendealer nun die volle Breitseite zu spüren bekamen, wie sich nun herausgestellt hat.