Die Sperre für alle russischen Kraftsportler für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro ist reiner Banditismus, der auf Straflosigkeit basiert. So reagierte David Rigert, Mitglied des Internationalen Gewichtheberverbands IWF und ehemaliger Trainer der russischen Mannschaft, auf die jüngste IWF-Entscheidung.

 

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„Das ist absolut ungerecht. Das ist Banditismus pur. Sie spüren ihre Straflosigkeit. Ja, es gab Verstöße, nicht aber so viele, um von den Olympischen Spielen auszuschließen“, sagte Rigert.

 

„Außerdem hat nicht nur unser Land solche Probleme. Für eine ganze Sportlergeneration bedeutet das ein Finish. Einige werden ihre Karriere abschließen, einige werden dem nicht gewachsen sein.“

 

Am Freitag hatte der Internationale Gewichtheberverband IWF die gesamte Mannschaft Russlands für die Spiele in Rio de Janeiro gesperrt. Es hieß, die Angelegenheit sei „tüchtig untersucht“ worden, wobei die Unterlagen aus dem Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA unter der Leitung von Sonderermittler Richard McLaren genutzt worden seien.

 

Russland will diesbezüglich in den nächsten Tagen eine Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen, wie Sportminister Witali Mutko am Samstag mitteilte.

 

Nach den Ergebnissen der Weltmeisterschaften 2014 und 2015 haben die Russen insgesamt zehn Lizenzen gewonnen und somit das Recht erworben, zu den Olympischen Spielen in Brasilien in voller Besetzung anzutreten. Die Quoten der russischen Kraftsportler gehen nun an Albanien, Georgien, Moldawien, Belgien, Kroatien, Salvador, die Mongolei und Serbien.