In Berlin wurde zum dritten Mal gegen den aktuell Kurs der Bundesregierung mobil gemacht und aus ganz Deutschland fanden sich Demonstranten zusammen, die lautstark „Merkel muss weg“ forderten. Da bei dieser Protestaktion sich viele aus dem rechten Lager zusammengefunden haben, kam der Gegenprotest aus dem linksradikalen Antifa-Lager.

 

Die Protestkultur in Berlin lief unter dem Motto „Merkel muss weg“ und viele gaben ihren Unmut über den aktuellen Kurs der Bundesregierung vor allem in der Flüchtlingspolitik kund. Kein Wunder, dass sich deswegen auch viele aus dem rechten bis rechtsextremen Lager in Berlin eingefunden haben, die bereits am Bahnhof „Wir sind das Volk“ gegröhlt haben sollen. Einen kurzen Eindruck zeigt uns das Video der Berliner Nachrichtenagentur Ruptly, die live vor Ort einige Sequenzen twitterten.

 


 
Die Demonstranten brachten viele verschiedene Fahnen unterschiedlicher Nationen mit. Auch zu sehen war die Wirmer-Flagge, einst Symbol des Deutschen Widerstands vom 20. Juli 1944, danach in modifizierter Form ironischerweise die Parteifahne von Merkels CDU gewesen und in jüngster Zeit wieder von rechtspopulistischen Gruppen gerne gezeigt. Eine bunte Mischung von Fotos wurde auf diesem Tweet festgehalten, wo man beide extreme Lager sehen kann, die von der Berliner Polizei auseinander gehalten wurde.
 


 
Insgesamt werteten die Merkel-Gegner ihre Demonstration als einen „vollen Erfolg“ und sicherlich brachten die schrecklichen Ereignisse in den letzten beiden Wochen vor allem die Islam-Gegner der Bewegung Zulauf. Aber auch der Gegenprotest aus dem linken Lager, der wieder mal die Polizei in Atem hielt, dürfte sich nicht über mangelnden Zulauf beschwert haben. Auch hier waren die Reporter von Ruptly vor Ort gewesen und twitterten unter anderem dieses Video.

 


 

Vor Ort war auch der britische Journalist Graham William Phillips, der vor allem für seine Kriegsreportagen im Donbass bekannt wurde. Auf dem Weg zur Krim machte sich der Reporter einen Eindruck von der Berliner Protestkultur und filmte beide Seiten, um sich ein umfassendes Bild von beiden Lagern zu machen.

 


 

Sicherlich dürften sich neben den beiden extremen Lagern auch ganz normale Bürger auf die Straße begeben haben und ihre Meinung kundgetan haben. Sicherlich dürften die Gegendemonstranten in den westlichen Leitmedien besser wegkommen als der Anti-Merkel-Protest, auch wenn dort die Gewaltbereitschaft größer einzuschätzen ist.

 

 

Insgesamt vier Stunden Videomaterial stellte RT Deutsch zusammen, wo man wie gewohnt ohne Kommentierung sich anhören kann, was die Protestler zu sagen haben. Insgesamt spricht die russische Nachrichtenagentur von bis zu 5000 Teilnehmern am Samstag in Berlin.

 

Von Christian Lehmann