Mehr als 1000 Flüchtlinge sind von vier Schlauchbooten und zwei Schonern in der Straße von Sizilien gerettet worden, berichtet die Zeitung „Rossijskaja Gazeta“ am Montag unter Berufung auf die italienische Küstenwache. Dabei wurden im Rahmen von sechs Einsätzen fünf Leichen entdeckt.

 

Insgesamt wurden während des Wochenendes in der Straße von Sizilien 4500 Menschen gerettet.

 

Seit Anfang dieses Jahres waren etwa 90.000 Flüchtlinge gerettet worden. Zuvor hatte der italienische Premierminister Matteo Renzi erklärt, dass die Anzahl der angekommenen Flüchtlinge zurzeit noch nicht kritisch sei, Italien warte aber auf eine Entscheidung der EU zum Migrationsproblem.

 

Die Zahl der Todesopfer erhöht sich aber rasant. Bei einem Einsatz in der Straße von Sizilien finden die Rettungskräfte immer wieder Leichen. Allein am 21. Juli waren nach Angaben der internationalen Organisation „Ärzte ohne Grenzen» (MSF) in einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer 22 leblose Körper gefunden worden.

 

Mit 3034 liegt die Zahl der Todesopfer in diesem Jahr deutlich höher als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Damals waren der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge 1917 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa gestorben. Die meisten der insgesamt in Europa angekommenen Flüchtlinge stammen demnach aus Syrien. Danach folgen Afghanen und Iraker.