Trotz des unermüdlichen Einsatzes der russischen und syrischen Streitkräfte nebst der westlichen Anti-Terrorkoalition wurden in den letzten zwei Monaten über 100 Anschläge verübt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik unter Berufung auf Informationen des Generalstabs der russischen Streitkräfte. Gestern feierte die westliche Leitpresse den Abschuss einer russischen Mi-8 durch sogenannte „Rebellen“.

 
Die syrische Stadt Aleppo ist nach wie vor eine Hochburg des islamistischen Terrorismus. Über 250 Tote und etwa 900 Verletze gehen auf das Konto von islamistischen Terrormilizen, die in den letzten 2 Monaten über 100 Terroranschläge verübt haben, wie der Chef der operativen Hauptabteilung im russischen Generalstab, Generalleutnant Sergej Ruskoj, am Montag mitteilte. Die Anschläge werden den Terrororganisationen ISIS und der Al-Nusra-Front zugerechnet.

 


 

Bei einem Abschuss der russischen Mi-8, der während seines Rückfluges von einem humanitären Einsatz am Montag abgeschossen wurde, kostete 5 Besatzungsmitgliedern das Leben, drei davon waren Mitglied des russischen Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien gewesen. Der Angriff soll ebenfalls der Al-Nusra-Front zuzurechnen sein. In den Leitmedien spricht man wieder von sogenannten Rebellengruppen, darunter auch die öffentlich-rechtlichen Medien. Da sich auch Bewaffnung an Bord befunden haben soll, wird auch der humanitäre Einsatz Russlands in Zweifel gezogen.

 
Die Einstufung der Al-Front als Rebellengruppe widerspricht selbst internationalen Statuten, denn selbst der UN-Sicherheitsrat stuft diese Organisation seit über drei Jahren als eine Terrororganisation ein, wie es auch bei ISIS oder Al-Quaida der Fall ist. Aber da sich solche „Rebellengruppen“ gegen die vom Westen verhasste Assad-Regierung richtet und ein russisches Objekt abgeschossen wurde, scheint man gerne ein Auge zuzudrücken und verniedlicht Mörderbanden gerne als sogenannte Rebellen. Erst vor einer Woche trennte sich diese Organisation offiziell von Al-Quaida, die unter anderem in den Pariser Anschlägen verstrickt ist und somit auch der westlichen Zivilgesellschaft feindselig eingestellt ist.

 

Der Banner von Al-Quaida und ISIS ist für den durchschnittlichen Zuschauer kaum erkennbar und die Übergange der Mitglieder innerhalb beider Gruppierungen scheint ebenfalls fließend zu verlaufen. Fest steht aber, dass beide Gruppierungen ebenso wie Al-Quaida in Syrien Anschläge gegen Zivilisten verüben, die aber vom Westen dennoch bevorzugt behandelt werden, da sie sich gegen die Regierung Assads richtet. Verüben die Streitkräfte der russischen Föderation also Anschläge gegen Nicht-ISIS-Terroristen, so kommt immer wieder Kritik in den westlichen Leitmedien auf, obwohl selbst die staatlichen Behörden in Deutschland alle Organisationen gleichermaßen als Terroristen und nicht als „Rebellen“ oder „Freiheitskämpfer“ einstufen, wie man es wohl gerne in den Deutschen Medien gerne hätte.

 

 

Auch die Verleudmung des humanitären Einsatzes der russischen Streitkräfte durch konforme Westmedien verkennt, dass diese Mission mit den Einverständnis der USA verläuft und Außenminister John Kerry in den vergangenen Monaten diese Mission und den militärischen Einsatz der russischen Föderation explizit gelobt hatte. Erst am vergangenen Wochenende wurde wieder über 17 Waffenstillstandsvereinbarungen erzielt. Dass solche zivil-militärischen Einsätze in den Kriegsgebieten unter Waffenschutz verlaufen, sollte selbst für die öffentlich-rechtlichen Militärexperten keine Sensation darstellen, man verweise nur auf die Missionen der Bundeswehr.

 

Von Christian Lehmann