Der französische Ex-Verkehrsminister und Abgeordnete Thierry Mariani hat einen ukrainischen Journalisten in die Schranken gewiesen, nachdem ihm dieser unterstellt hatte, von der russischen Regierung bezahlt zu werden, berichtet Sputnikews. Der Anlass für die provokatorische Frage des Ukrainers war Marianis jüngste Krim-Reise, die Politikern in Kiew nicht gefallen hatte.

 

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Foto: AFP 2016/ Vasily Maximov

 

Mariani hatte in der vergangenen Woche an der Spitze einer französischen Parlamentsdelegation mehrere Städte auf der Krim besucht und damit für Ärger in Kiew gesorgt. Die ukrainische Regierung betrachtet die Schwarzmeerhalbinsel, die nach dem nationalistischen Umsturz in Kiew von 2014 wieder zu Russland beigetreten ist, noch immer als ukrainisch.

 

Am Montag gaben die Franzosen in Moskau eine Pressekonferenz. Ein ukrainischer Journalist fragte Mariani, wieviel er von der russischen Regierung für seine Position in der Krim-Frage bekommen habe. Doch der Franzose ließ sich nicht aus der Fassung bringen. „Wieviel bekommen Sie für solche Fragen?“, konterte er. Und weiter:

 

„Ich nehme ihre Frage nicht an. Ich bin bereit, auf beliebige politische Fragen und beliebige politische Bemerkungen zu antworten. Aber Ihre Frage ist, offen gesagt, eine Scheißfrage. Ich werde auf sie nicht antworten. Sie haben meine volle Verachtung.“

„Dass Sie hier in Russland solche abscheulichen Fragen überhaupt stellen dürfen, zeugt davon, dass Russland ein freies Land ist“, so der französische Politiker weiter. Er mutmaßte, dass in der Ukraine vergleichbare Fragen nicht geduldet würden.