Libyens vom Westen anerkannter Ministerpräsident hat die Amerikaner darum gebeten die Stellungen des IS zu bombardieren. Nach einer langen Vorbereitungsphase wird jetzt losgeschlagen. Welches Ergebnis von der Militäraktion der Amerikaner ist zu erwarten? Noch mehr Tote, Elend und noch mehr Terror.

 

 

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US-Kampfflugzeug

 
Die USA haben eine neue Reihe von Luftangriffen in Libyen begonnen. Das teilte das Pentagon am Montag mit. Es würden Stellungen der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) in dem Land angegriffen. Der international anerkannte Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch hatte nach eigenen Angaben um Unterstützung der USA gebeten. Die Vorbereitung ging offenbar über Monate.

 

Laut französischer und britischer Medienberichte aus dem Frühjahr 2016 bereiteten die USA, Frankreich und Großbritannien schon damals den Luftkrieg gegen den IS-Ableger in Libyen vor. Die Aufklärung erfolge demnach mit Satelliten, Drohnen und bemannten Flugzeugen. Auch vereinzelte Luftangriffe hatte es schon gegeben. So war im November 2015 nach Pentagon-Angaben bei einem gezielten Luftschlag der Chef des libyschen IS-Ablegers, Abu Nabil, getötet worden.
 
US-Präsident Obama hatte Anfang des Jahres seinen Sicherheitsrat damit beauftragt, die Anstrengungen im Kampf gegen den Terror auf Libyen auszuweiten. In Libyen ringen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 zwei rivalisierende Regierungen und Parlamente in Tobruk und Tripolis um die Macht. Der IS nutzte die verworrene Lage, um sich selbst auszubreiten. So wurden Teile des Landes wie Sirte oder Darna unter die Kontrolle der Terrororganisation gebracht und ein Emirat ausgerufen, das dem selbsternannten «Kalifen» Abu Bakr al-Baghdadi die Treue schwor.

 

Quelle: Contra Magazin