Die Panama-Papers sollten vor wenigen Monaten die dubiosen Beziehungen zwischen dem russischen Präsidenten und russischen Schwarzgeld-Parkern enthüllen. WikiLeaks kritisierte die einseitige Enthüllung stark und enthüllt nun die Beziehungen zwischen Clinton und einem französischen Zementriesen, der sowohl die Demokratin als auch ISIS Geld zuwenden soll. Auch über den Republikaner Trump enthüllt die Plattform belastendes Material.

 
In letzter Zeit ist ist der Transparenzplattform WikiLeaks wieder viel brisantes Material zugespielt worden. Über die Quellen wird inzwischen auch viel spekuliert in den internationalen Medien, nachdem durch die E-Mail-Enthüllungen der US-Präsidentschaftskandidatin Clinton viel belastendes Material enthüllt wurde. Ihre Verstrickungen mit der Libyen-Bombardierung zu Jahresbeginn waren anscheinend nur der Anfang eines großen Skandals, der sich bei den so von den westlichen Leitmedien hochgeschätzten Demokraten abspielt, die nach Auffassung vieler Käseblätter und Internetportale das Gute schlechthin zu sein scheinen.
 
Ähnlich peinlich ist auch das Schweigen der Medien in Sachen Saudi-Arabien, wo WikiLeaks ebenfalls enthüllte wie heuchlerisch und korrupt unsere westlichen Leitmedien bei diesem Thema sind, während man bei den Panama-Papers schon sehr rabullitisch vorging, um die „freundschaftlichen Beziehungen“ zwischen Präsident Putin und den vermeintlich russischen Steuersündern als investigativen Journalismus-Coup zu verkaufen. Die Panama-Enthüllung durch das ICIJ vor wenigen Monaten erkannte auch WikiLeaks als eine Kampagne gegen die russische Politik, was aber die Herren vom zwangsfinanzierten ARD bis hin zum privaten Investigativ-Partner Süddeutsche Zeitung wenig interessierte. Aber nun zur aktuellen WikiLeaks-Enthüllung, die man öffentlich einsehen kann und weniger redigiert, oder zensiert, auf dieser Twitter-Meldung einsehbar ist.
 

 

 
Worum es geht: Der französische Zementriese Lafarge steht in Verdacht die Terrororganisation ISIS finanziell unterstützt zu haben. Warum große Firmen ein Interesse daran haben Terrororganisationen zu fördern oder gegen nationale Interessen zu agieren hat meistens einen Grund: „It´s all about Oil“- „Es geht nur ums Öl“, denn seit über 100 Jahren ist der Westen nach Erdöl so süchtig wie der Banhofsjunkie nach dem Rauschgift.
 
Eine Enthüllung der französischen Tageszeitung Le Monde enthüllte, dass der französische Industriegigant an ISIS und andere syrische Terrororganisationen Geld gezahlt hat, um ihre wirtschaftlichen Interessen in der Region zu wahren. Und das obwohl jene Terrororganisationen sowohl die Anschläge in Paris als auch den jüngsten Anschlag in Nizza für sich beansprucht haben. Le Monde geht davon aus, dass mit vollem Wissen und Wollen die syrischen Dschihadisten unterstützt wurden. Auch die von ISIS geplünderten Öl-Reserven sollen nach Auffassung der Journalisten von Lafarge erworben worden sein, womit eine prominente Finanzquelle des Westens bereits entlarvt wurde. Diese „geschäftliche Partnerschaft“ wurde von französischen Aktivisten stark skandiert.
 
Und wo internationaler Terrorismus ist, scheinen die Demokraten um Hillary Clinton auch nicht weit entfernt zu sein. Zumindest dann, wenn es ums Geld und ums Geschäft geht. Die geschäftlichen Beziehungen zwischen Clinton und Lafarge gehen zurück bis in die 1980er Jahre und reicht bis in die heutige Zeit. Wie sich herausstellte erhielt die Clinton-Stiftung über 100.000 Dollar an Spendengelder vom französischen Multikonzern und auch in diesem Jahr soll wieder Geld geflossen sein. Aber wer glaubt in der aktuellen Zeit noch daran, dass sich eine Verbundenheit zwischen US-Demokraten und ISIS-Terroristen widerspricht? Und nicht nur über Hillary Clinton brachte WikiLeaks in letzter Zeit kritikwürdige Fakten heraus, sondern auch ihr Gegenpart Donald Trump hat eine dubiose Verbindung, wie man auf dieser Meldung sieht:

 

 

WikiLeaks hob aus seinen bereits vorhandenen Daten hervor, dass der Wahlkampfleiter von Donald Trump lange Zeit als Agent in der Ukraine tätig war, wie 14 Dokumente ergeben. Diese Dokumente stammen aus der Kollektion der „Global Intelligence Files“, wo die gehackten Stratfort-Emails katalogisiert werden. Zudem wird der aktuelle Wahlkampfleiter Davis Manafort mit einer Depesche der US-Botschaft in Kiew erwähnt. Überwiegend greift diese Depesche die Parlamentswahlen in der Ukraine 2006 auf, wo die Partei des gestürtzten Präsidentschaftskandidaten Viktor Janukowitsch überraschend einen Wahlsieg errungen hatte, nachdem er als Herausforderer gegen den westlichen Wunschkandidaten Viktor Juschtenko 2004 – ebenfalls überraschend – verlor. Diese Präsidentschaftswahl, wo der amtierende Präsident im Amt geblieben ist, wurde im Westen medial als „Orange Revolution“ verkauft. Kein Wunder auch, dass man im hiesigen Dokument der Amerikaner gegenüber der OSZE negativ eingestellt war, die wenig Einwände gegen den Wahlverlauf hatten. Auch ein Indiz dafür, dass die USA nicht erst seit der Maidan-Revolution einen hybriden Krieg in der Ukraine führen.

 

Von Christian Lehmann