Hillary Clinton mag zwar deutlich mehr Geld für ihren Wahlkampf aufwenden als Donald Trump, doch dieser hat einen «Trumpf» in der Hand, den sie nicht hat.
 
Die jüngsten Leaks von E-Mails Hillary Clintons und des Demokratischen Partei-Establishments dürften nur das I-Tüpfelchen sein, welches selbst eingefleischte «Demokraten» davon abhalten dürfte, bei den kommenden Präsidentenwahlen für die Kandidatin der Partei zu stimmen. Doch das Problem Clintons liegt viel tiefer: Sie ist das perfekte Sinnbild für das korrupte und bei den US-Bürgern zunehmend verhasste Establishment.

 

Diese Karte kann Trump natürlich voll ausspielen, denn der Selfmade-Milliardär wird von den Amerikanern nicht als Teil dieses Establishments wahrgenommen. Zudem laufen ihm in Scharen enttäuschte Sanders-Fans zu, die lieber für ihn stimmen wollen als jener Hillary Clinton ihre Stimme in den Rachen zu werfen, die zusammen mit dem Partei-Establishment mittels betrügerischer Maßnahmen Sanders verhinderte.
 
Inzwischen führt dies dazu, dass die US-Bürger in Umfragen der ständig für Clinton werbenden und Trump verteufelnden «Lügenpresse» kein Vertrauen mehr aussprechen. Gar kein Vertrauen in die US-Medien haben demnach 41 Prozent der Befragten, nur mäßiges Vertrauen ganze 52 Prozent. Großes Vertrauen in die Medien haben hingegen nur 6 Prozent. Schlimmer steht nur noch der Kongress da, dem gerade einmal 4 Prozent vertrauen, 46 Prozent mäßig vertrauen und ganze 50 Prozent gar kein Vertrauen in ihn haben. So stark ist bereits die Ablehnung des Establishments.
 
Alleine diese Tatsachen spielen Trump absolut in die Hände. Trump ist Trumpf, kann man also durchaus sagen. Es scheint, als ob die Amerikaner langsam erkannt haben, dass sie von der politischen Klasse nur nach Strich und Faden verarscht werden.

 

Von Marco Maier