Während das deutsche Handwerk bereits mehr als 6.000 Ausbildungsstellen für Flüchtlinge bereitgestellt hat, kritisiert der DGB die Unternehmen, weil diese nicht genügend Aus- und Weiterbildungsplätze anbieten würden.

 

 

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Bei der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) deutliche Kritik an den Unternehmen geübt. «Betriebe dürfen nicht warten, bis sie passgenau einsetzbare Geflüchtete vermittelt bekommen. Sie müssen mehr tun, um Geflüchteten eine Chance für den Einstieg zu geben», sagte Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Programme und das Geld dafür seien da, hebt Buntenbach hervor. Und doch kritisiert die Gewerkschafterin die Politik: «Es gibt viel zu wenig flächendeckende Angebote für Sprach- und Integrationskurse sowie Brücken zu Aus- und Weiterbildung.» Läuft die Integration schief, sieht Buntenbach vor allem eine Gefahr: «Wir dürfen nicht zulassen, dass Geflüchtete zum billigen Jakob des Arbeitsmarkts gemacht werden.»

Auch die Bundesbeauftragte für Integration, Aydan Özoguz (SPD), hob gegenüber der Funke Mediengruppe hervor: «Wir wissen, dass am Ende ein fester Arbeitsplatz einer der wichtigsten Ansätze ist, um hier heimisch zu werden und Akzeptanz zu finden.» Anders als früher würde Deutschland diesen Menschen «schon während ihrer Verfahren Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt, damit sie nicht zum Herumsitzen gezwungen sind», sagte Özoguz.

 

Quelle: Contra Magazin