Die Nato benötigt „politischen Zirkus“ rund um die angebliche „russische Gefahr“, um ihr eigenes Vorgehen zu rechtfertigen, wie der Chef des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma , Alexej Puschkow, am Mittwoch äußerte.

 

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Der Abgeordnete machte auf die Worte des ungarischen Außenministers Peter Szijjarto aufmerksam, der Vermutungen, Russland stelle eine Gefahr für die Sicherheit der Nato-Länder dar, als unrealistisch bezeichnet hätte. Laut dem Minister sieht Budapest sich nicht durch Moskau bedroht.

 

„Ungarns Außenminister erklärte, Russland bedrohe die Nato nicht. Das ist klar. Die Nato braucht einfach diesen ‚politischen Zirkus‘ um die sogenannte russische Bedrohung. Show must go on!», schrieb Puschkow via Twitter.

 


Beim Nato-Gipfel in Warschau Anfang Juli war eine Stärkung der „östlichen Flanke“ der Allianz angekündigt worden. Die Allianz plant bereits für 2017 eine Stationierung von vier zusätzlichen Bataillonen in den baltischen Ländern und in Polen.
Die russischen Behörden haben wiederholt hervorgehoben, sie seien nicht an einer Konfrontation mit der Nato interessiert, jedoch bereit, eine angemessene Antwort auf die Aktivitäten des Westens zu geben.

 

Der russische Staatchef Wladimir Putin hatte ebenfalls mehrmals darauf verwiesen, dass die Nato ihre aggressive Rhetorik und Handlungen nahe den russischen Grenzen verstärke. „Unter diesen Bedingungen sind wir gezwungen, der Verstärkung der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes besondere Aufmerksamkeit zu schenken“, sagte dazu Russlands Präsident Putin.