Die Beziehungen zwischen Warschau und Kiew werden sich nicht verbessern, bis die ukrainische Regierung und die Gesellschaft die ganze Wahrheit über Massaker von Wolhynien anerkennen wird, welches der Sejm (Polnisches Parlament) offiziell als «Völkermord» gegen die Polen bezeichnet wurde.

 

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Dies kündigte die Vertreterin der polnischen Regierung für den internationalen Dialog, Anna Maria Anders, an. Allerdings betonte sie, dass die gesamte Bevölkerung dieser Bezirke während des Krieges «schmerzhaften Erprobungen» durch «die Besatzungsmacht des Dritten Reiches und der Sowjetunion» unterzogen wurde, berichtet Polnisches Radio.

 

«Ohne Wahrheit können wir nicht vorwärts gehen. Wir können nicht um die Vergebung bitten für das, dass wir die Wahrheit sagen. Die Beziehungen mit der Ukraineerschwert der andauernde Krieg im Land. Dies ist eine sehr schwierige Zeit für den Staat, aber die Dinge sollte man beim rechten Namen nennen», sagte Anna Maria Anders.

 

Anders hat auch darauf hingewiesen, dass in der modernen ukrainischen Gesellschaft, vor allem bei der jüngeren Generation, immer noch kein Verständnis von dem gibt, woran die Tragödie der polnischen Bürger von Wolhynien und Südostgalizien  besteht, welche massiv «nicht nur durch die Hand der OUN-UPA gestorben sind, aber auch durch die Hand von seinen ukrainischen Nachbarn». Es muss klar erläutert werden.

 

Laut Anna Maria Anders sollte der entsprechende Dialog mit den Ukrainern auf allen Ebenen durchgeführt werden, nicht nur an der Regierungs- und Ministerebene, sondern auch zwischen den Bürgern beider Länder.

 

«Ich finde es gut, dass wir schließlich sagten, dass es ein Völkermord war», wurde die Vertreterin der polnischen Regierung für internationalen Dialog vom polnischen Radio zitiert.