Die US-Präsidialverwaltung von Barack Obama hat unter strikter Geheimhaltung ein Flugzeug mit 400 Millionen Dollar in den Iran geschickt, wie The Wall Street Journal berichtet.

 

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Die USA sollen diese Summe schon im Januar 2016 der iranischen Regierung übergegeben haben. Laut einigen Quellen steht dieser Geheim-Deal in Zusammenhang mit der im selben Monat realisierten Freilassung von vier US-Bürgern, die früher in Teheran festgenommen worden waren.

 

Dem WSJ zufolge wurden ganze Holzpaletten mit Euro- und Schweizer Frankenscheinen sowie anderer Währung in einen Transportflugzeug ohne jegliche Markierung transportiert. Das Geld soll von Schweizer und niederländischen Banken bereitgestellt worden sein. Die Auszahlung erfolgte in ausländischer Währung, da beliebige Dollar-Operationen zwischen Teheran und Washington strikt verboten sind.

 

Zuvor hatten iranische Medien berichtet, Vertreter des Verteidigungsministeriums des Landes sollen eine so große Summe als Lösegeld angenommen haben.

 

Der geheime Deal fiel zeitlich mit der Umsetzung der Bedingungen des im Sommer vergangenen Jahres geschlossenen Atomabkommens zwischen dem Iran, den USA und anderen Ländern zusammen, welches es ermöglichte, die meisten internationalen Sanktionen gegen Teheran aufzuheben.

 

Bei seinem Auftritt im Weißen Haus am 17. Januar hatte Obama noch erklärt, nach Ende der Atomsanktionen sei nun die Zeit gekommen „noch einen Streit auszufechten“. Doch von den 400 Millionen sagte er nichts. Laut den USA ist dies der erste Teil einer Summe in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden Dollar,  die die USA im Rahmen der Beilegung des Streits über den vereitelten Deal zur Waffenlieferung an Teheran auszahlen müssen.

 

Genau so viel hatte der letzte Schah des Irans Mohammad Reza Pahlavi den USA für eine große Waffenlieferung gezahlt. Aber die bezahlten Waffen waren nach der Revolution 1979 nie geliefert worden.

 

Im Januar des laufenden Jahren waren in Teheran vier US-Bürger aus den Gefängnissen entlassen worden: der Washington Post-Korrespondent Jason Rezaian, der Soldat Amir Hekmati, der Prediger Saeed Abedini sowie Nosratollah Khosravi-Roodsari. Daraufhin hatte Washington sieben Iraner freigelassen und 14 weitere freigesprochen.