Zwei 17-jährige Touristen aus Portugal sind in Polen wegen Sachbeschädigung am Konzentrationslager Auschwitz verurteilt worden, wie das Portal onet.pl meldet. Die Jugendlichen wollten sich am Einfahrtstor des ehemaligen KZ verewigen.

 

Die portugiesischen Pilger sollen zur Feier des Internationalen Weltjugendtags nach Polen gekommen sein, die Ende Juli in Krakau unter Teilnahme von Papst Franziskus abgehalten worden waren.

 

Wie die Jugendlichen selbst erklärten, wollten sie ihre Namen am KZ-Tor hinterlassen, um so ihren Aufenthalt dort einzuprägen. Während der Befragung haben sie die Straftat ein gestanden und dem Strafmaß zugestimmt: Die beiden sind zu einem Jahr Haftstrafe mit Aufschub von drei Jahren verurteilt worden.

 

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Es wurde zu einem der bedeutendsten Symbole des Holocaust. Im Zeitraum von 1941 bis 1945 sind hier über 1,4 Millionen Menschen getötet worden. Etwa 1,1 Millionen davon waren Juden. Das Lager wurde am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee befreit.