Maurer ist ein Politiker, wie man ihn sich wünscht. Er verkauft weniger sich selber, denn die Ideen, die ihn antreiben. Kooperation statt Konfrontation, sich auch mal in die Situation eines anderen Menschen hineinversetzen. Politik nicht von der obersten Sprosse der eigenen Karriereleiter herab, sondern auf Augenhöhe mit dem Bürger.

 

Maurer ist Mitglied der Linken und der erste deutsche Politiker, der die „Krim-Krise“ zum Anlass genommen hat, das deutsch-russische Verhältnis in seiner Substanz unter die Lupe zu nehmen. Als Russland-Deutscher kennt er beide Seiten. Er hat den Überblick, der den meisten Deutschen, aber auch russischen Kommunalpolitikern, fehlt.

 

Maurer denkt nicht nur pragmatisch, sondern immer auch mit dem Wissen um die Geschichte, die wir alle auf dem Rücken tragen. Die Krim z.B. war immer ein Teil Russlands, bis sie unter Chruschtschow in Zeiten des Kalten Krieges einfach an die Ukraine verschenkt wurde. Mitsamt der russischen Bevölkerung, die nie gefragt wurde. Im Block der damaligen UdSSR änderte sich für sie auch kaum etwas. Moskau blieb ja der Boss am Set.

 

Mit dem Zerfall der UdSSR und den innerstaatlichen Spannungen der Ukraine änderte sich das. Plötzlich spielten, von außen angeschoben, unterschiedliche Kulturen und Nationalitäten wieder eine Rolle.

 

Die Abspaltung der Krim war dann aber eine Reaktion auf den Putsch in Kiew, was wir im Westen gerne unter den Tisch kehren. Falsch ist auch die Aussage, dass es sich bei der Krim-Krise um eine Annektion Russlands handelte. Vielmehr vollzog sich eine Sezession der Krim. Zuvor wurde die Bevölkerung in einer legalen Wahl befragt.

 

Beim Anschluss der Krim an Moskau handelt es sich in Wahrheit um eine Wiedervereinigung, legt Maurer dar. Im Gegensatz zur Deutschen Wiedervereinigung hatten die Bewohner der Krim aber deutlich mehr Mitspracherecht.

 

Maurer ist der erste deutsche Politiker, der fordert, man möge die Krim endlich offiziell als Teil der Russischen Föderation anerkennen. Er war mit einer Delegation auf der Krim, um mit allen Bevökerungsschichten, parteiübergreifend nach einem gangbaren Weg in die Zukunft zu suchen.

 

Frieden ist dabei das oberste Gebot. Als Mann, der auch mal als Postbote gearbeitet hat, weiß Maurer mit allen Menschen umzugehen. Er kann vor allem zuhören.

 

KenFM traf einen Menschen, der sich als Politiker vor allem in den Dienst der Sache stellt.