Exklusiv berichtet RT Deutsch über die Entdeckung eines Waffenlagers der Al-Nusra-Front in Aleppo, wo man unter anderem Waffen aus deutscher und tscheschischer Herstellung gefunden haben soll. Nachdem sich die sunnitisch-islamistische Miliz „Dschabat Al-Nusra“ aus Aleppo immer weiter zurückgezogen hat, wurde dieses Waffendepot entdeckt.

 

Die USA soll seit mehreren Jahren die Al-Nusra-Front im Kampf gegen den syrischen Präsident Baschar al-Assad unterstützt haben, um einen Regierungssturz in Syrien herbeizuführen, der entgegen den Wünschen des Westens im Zuge der Umstürze, während des arabischen Frühlings bislang ausgeblieben ist. Ein Waffenarsenal, aus westlichen Produktionen wie Mörser, Lenkwaffensysteme des Typen TOW aus Deutschland und Tscheschien wurden nun auch entdeckt, die auch gegen die russischen Streitkräfte eingesetzt wurden, die humanitäre Hilfe in der Region leisteten. Unter anderem wird auf einen 57-mm-Infanterie-Mörser aus Deutschland aufmerksam gemacht.

 


 

Bislang ist bekannt, dass die Bundeswehr im Kampf gegen ISIS lediglich die kurdischen Peschmerga-Truppen im Irak unterstützen, die dort bislang erfolgreich den Kampf gegen den Islamistischen Staat geführt haben und im Norden inzwischen viele Gebiete erobert haben sollen. Es wurden Maschinenpistolen und Sturmgewehre vom Typen G-36 aus dem Hause Heckler & Koch, Logistikfahrzeuge sowie ein bewaffneter Schützenpanzer vom Typen Dingo geliefert. Zudem soll der Bundesnachrichtendienst BND in der Region im Irak, die kurdischen Milizen nachrichtendienstlich unterstützen und für die Bundeswehr vor Ort Informationen sammeln, wie diese Dokumentation vom Juli 2016 wissen will.
 

 

In Syrien soll der Deutsche Nachrichtendienst bislang durch Abwesenheit geglänzt haben, wie Zeugen in der Dokumentation behaupten. Lediglich berichten einige Quellen, dass die Bundeswehr aus der Ferne Frankreichs Militär bei der Gefechtsfeld-Aufklärung unterstützen soll. Über Waffenlieferungen an syrische Terrormilizen von Deutscher Seite war bislang nichts bekannt, so dass sich die Frage aufdrängt, wie Al-Nusra an die Waffensysteme gelangt ist.
 

 

Auch RT Deutsch berichtet weder im obigen Video noch im Artikel, woher die Waffen stammen könnten, die in die Hände der dschihadistisch-salafistischen Organisation geraten ist, die laut Medienberichten in den letzten Monaten über 100 Terroranschläge verübt haben soll. Erst vor einer Woche trennte sich Al-Nusra von der internationalen Terrormiliz Al-Kaida und soll sich nun „Dschabat Fatah-Scham“ nennen, wie die Schweizer NZZ unter Berufung Reuters am 28 Juli 2016 berichtete, wobei sie weiterhin als Terrororganisation eingestuft wird.

 
Von Christian Lehmann