Sieben EU-Länder wollen die „Allianz Südeuropas“ bilden und als solche gegen die strenge Brüsseler Sparpolitik vorgehen, wie das Brüsseler Onlineportal „EurAktiv“ mitteilt.

 

Demnach hat die griechische Regierung zu diesem Zweck Spitzenvertreter der südeuropäischen Länder Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Zypern und Malta zu einer Konferenz am 9. September in Athen eingeladen.
 
Einen möglichen Südeuropa-Gipfel im September in Athen bestätigte auch die griechische Online-Zeitung iefimerida.gr. Der Gipfel werde auf Initiative des griechischen Premiers Alexis Tsipras, unter Beteiligung des Präsidenten Frankreichs, der Regierungschefs Italiens, Portugals und Spaniens, stattfinden.

 

Tsipras‘ Ziel sei die Lockerung des harten Sparkurses Brüssels und eine flexiblere Politik gegenüber dem primären Haushaltsüberschuss, weil nur auf diesem Weg die Lebensbedingungen für die Bürger verbessert und der Druck auf die Regierung gelockert werden könne. Alle südeuropäischen Länder seien mit denselben Problemen konfrontiert und hätten gemeinsame Ziele, hieß es.

 

Südeuropäer hätten durch die harten Einsparungen, die Krise um die souveränen Schulden stark gelitten und trugen die Hauptlast des Flüchtlingszustroms, während die Länder Zentral- und Nordeuropas entweder ihre Grenzen schließen oder auf die Aufnahmen von Flüchtlingen verzichten, so die Zeitung.

 

Die Spitzenpolitiker der südeuropäischen Länder sollten Diskussionen zur Änderung der Politik voranbringen und Europa bitten, alle Kräfte auf eine gemeinsame Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung zu lenken.