Zum ersten Mal kam der Islamische Staat (IS), wie wir ihn heute kennen, im Jahre 2006 zum Vorschein. Damals vermutete aber niemand das künftige Ausmaß an Problemen, die diese Organisation nach sich ziehen wird. Heute wird der IS (in Russland verboten — Red.) als die größte Gefahr für die Sicherheit und Stabilität von Staaten wahrgenommen – und zwar weltweit. Obwohl die normalen Beziehungen zwischen vielen Ländern auf Eis gelegt sind, raufen sie sich dennoch zusammen, um den selbsternannten Islamischen Staat zu bekämpfen. Nur die Ukraine steht hierbei im Abseits und zeigt sich gleichgültig.

 

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Der Kampf gegen den Terrorismus wird zu einer wichtigsten Herausforderung in der Weltpolitik, wo der größte destabilisiere Faktor die IS-Armee geworden ist.
 
Das ist nicht nur eine Herausforderung für die nationale Sicherheit in vielen Ländern, nämlich der weltweite Terrorismus, sondern auch die begleitenden IS-Aktivitäten ist ein Problem: Der islamistische Fundamentalismus, der Waffenschmuggel und der Ölschmuggel, der Menschenhandel.

 

Um die Welt vor diesen Bedrohungen zu schützen und ihre Ausbreitung zu stoppen, suchen hartnäckige Politiker den Dialog. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die USA, Russland, China — alle diese Länder stehen stellvertretend dafür, um die oben erwähnte Bedrohung zu beseitigen. Die Ukraine ist aber nicht unter den diesen Ländern.

 

Diese Frage, ob die Ukraine diesbezüglich nicht in des ausländischen Aufmerksamkeit steht, sei erst einmal dahingestellt. Die Regierung der Ukraine will nicht in diesen Kampf eintreten, obwohl die Ukraine sich im Herzen Europas befindet. Und die europäischen Ländern fürchten Terrorangriffe von Islamisten. Die Ereignisse, die vor der Haustür der Ukraine geschehen, empfindet die Regierung nicht als schrecklich.
 
Was ist die Ursache für eine solche Überzeugung?
 
Erstens wurde immer wieder die Frage aufgeworfen, ob sich in der Ukraine Terrorcamps befinden. Die französische Senatorin Nathalie Goulet äußerte sich hierzu. Die ukrainische Regierung reagierte darauf mit Schulterzucken und wertete Goulets Aussage als eine kranke Fantasie und erblickte darin den Versuch aus dem Nichts eine Sensation hervorzurufen. Dagegen spricht, weshalb sie als Unbeteiligte eine solche Aussage erfinden sollte und diese dann noch öffentlich zu verbreiten.

 

Ein weiterer Aspekt, der gegen die Ukraine spricht ist die Tatsache, dass sich im Juni 2016 herausstellte, dass sich eine Umschlagbasis des IS in der Ukraine befindet, wo sich die Terrormilizen vorübergehend aufgehalten haben. Dies wurde dem SBU, dem Ukrainischen Geheimdienst, gemeldet. Erst kürzlich kursierte ein Video im Internet, wo irakische Streitkräfte ein Lager des IS untersuchten, welche erst am Tag zuvor im Land angekommen waren. Es wurden unter anderem gepanzerte Fahrzeuge entdeckt. Das Allerwichtigste bei dieser Entdeckung war die Tatsache, dass die Stahltafeln an den Fahrzeugen in der Ukraine hergestellt wurden. Möglicherweise würde die enge Zusammenarbeit der Ukraine mit den Terrormilizen erklären, weshalb man keine Anschläge befürchtet.