Heute jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 71. Mal. Damals warfen die Amerikaner diese trotz der japanischen Bitte um Friedensverhandlungen ab. Ziel war die völlige Brechung des japanischen Kampfeswillens.
 
Trotz der Bemühungen von Sato Naotake, dem japanischen Botschafter in Moskau, um Friedensverhandlungen mit den Alliierten, wollten die Amerikaner den Japanern keine Gnade gewähren. Als Naotake am 9. Juli den sowjetischen Außenminister Molotow darum bat, dies bei der Potsdamer Konferenz (die vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 andauerte) vorzutragen konnte er nicht wissen, dass bereits am 16. Juli – nach einem erfolgreichen Test in der Wüste von New Mexico – der Einsatz der Atombombe über Hiroshima und später dann auch über Nagasaki bereits feststand.

 

Denn bei den Amerikanern hielt man es offenbar für besser, den Japanern mit zwei solchen vernichtenden Schlägen jegliche Forderungen bei der Kapitulation auszutreiben und so eine bedingungslose Niederlegung der Waffen zu erreichen. Am 26. Juli verkündete US-Präsident Truman im Rahmen der Potsdamer Erklärung bekannt, dass er im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika, der Republik China und des Vereinigten Königreichs von Japan die bedingungslose Kapitulation einfordere – und das, ohne dies mit den Sowjets abzusprechen. Molotows Bitte, damit noch einige Tage zu warten, bis die Sowjetunion den Nichtangriffspakt mit Japan augekündigt hat, wurde hierbei von Truman ignoriert. Washington wollte nämlich nicht, dass die Sowjetunion noch in den Krieg mit Japan eintritt.
 
Ziel der Amerikaner war es laut der Potsdamer Erklärung, Japans Streitkräfte völlig zu vernichten und das japanische Heimatland zu verwüsten. Zudem war die komplette Besatzung Japans durch US-Streitkräfte vorgesehen, wobei man die «Demokratie» einführen, Kriegsverbrecher (allerdings nicht die eigenen) bestrafen und Reparationen einfordern wollte.
Das Ergebnis der beiden Atombombenabwürfe am 6. und 9. August waren rund 100.000 Menschen die sofort starben, bis Ende 1945 dann noch weitere 130.000 und noch Hunderttausende Menschen die in den Folgejahren an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung starben. Die unzähligen missgebildeten Kinder, die später infolge der Verseuchung geboren wurden, kommen noch hinzu.

 

Von Marco Maier