Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Merkel ob ihrer Haltung in der Flüchtlingsfrage die Bevölkerung stark polarisiert hat. Ministerpräsident Sellering leidet darunter, denn die extreme Polarisierung nährt die AfD und lässt die Altparteien schrumpfen.

 

dts_image_erwin-sellering-620x330
 
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vier Wochen vor den Landtagswahlen in seinem Bundesland für das Erstarken der AfD in Ostdeutschland verantwortlich gemacht. Dem Berliner «Tagesspiegel» sagte Sellering: «Frau Merkel hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Flüchtlingsfrage zu einer starken Polarisierung der Bevölkerung geführt hat. Davon profitiert die AfD.»

 

Im Osten habe die Flüchtlingskrise das Gefühl der Unsicherheit verstärkt und die Gesellschaft emotional gespalten. «Von dieser extremen Polarisierung bis hin zum Hass lebt die AfD.»
 
Erwin Sellering hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble davor gewarnt, die geplante Angleichung der Ost-Renten an die Rente im Westen zu blockieren. «Die Kanzlerin und ihr Finanzminister dürfen bei der Angleichung der Renten nicht wortbrüchig werden». Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD im Bund 2013, sei eine einheitliche Rente ab dem Jahr 2020 vereinbart worden.

 

Quelle: Contra Magazin