Saudi-Arabien ist möglicherweise einer der größten Sponsoren der Stiftung der Clinton-Familie, der Clinton Foundation. Das vermutet der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julia Assange.

 

„Das Ausmaß der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Hillary Clinton, zwischen Saudi Arabien und der Clinton Foundation ist sehr groß. Wahrscheinlich ist Saudi-Arabien der bedeutendste Geldgeber der Clinton-Stiftung“, sagte Assange im Interview mit dem russischen Auslandsfernsehsender RT. „Schauen Sie sich an, welche Politik sie (Hillary Clinton) beim Rüstungsexport betrieben hatte, als sie Außenministerin war. Sie war Saudi-Arabien gegenüber sehr, sehr wohlgeneigt.“

 

Der WikiLeaks-Gründer kommentierte ebenso die Veröffentlichung der französischen Presse, dass ein Sponsor der Clinton Foundation, der Baustoffhersteller Lafarge, angeblich der Terrorgruppierung Islamischer Staat (IS, Daesh) Geldmittel übergeben haben soll. Unter Verweis auf französische Medien merkte er an, dass das Unternehmen Lafarge „in den Syrienkonflikt mit verwickelt“ sei.

 

„Die von der Zeitung ‚Le Monde‘ durchgeführte Untersuchung hat gezeigt, dass das Unternehmen dem IS so genannte ‚Steuern‘ gezahlt hat, um in bestimmten Gebieten Syriens agieren zu dürfen. Im Grunde genommen hat es mit den Terroristen verschiedenste Geschäfte abgeschlossen. Und erst unlängst, in den Jahren 2015-2016 sind Gelder von Lafarge an die Clinton Foundation  geflossen“, sagte Assange.

 

Er erläuterte, dass Hillary Clinton „lange Beziehungen“ mit Lafarge verbinden würden, insbesondere sei sie Mitglied des Direktorenrats des Unternehmens gewesen. Wie der WikiLeaks-Gründer ferner betonte, habe das Internet-Portal früher etwa 2000 mit Syrien verbundene E-Mails veröffentlicht, von denen 350 in Beziehung zu dem genannten Unternehmen gestanden hätten.