Die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Russlands Auswahl für Paralympics in Rio zu sperren, ist „niederträchtig und unmenschlich“, so die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

 

„Die Entscheidung, die gesamte russische paralympische Auswahl nicht zu den Paralympischen Spielen zuzulassen, besticht durch Niederträchtigkeit und Unmenschlichkeit. Es ist ein Verrat jener hohen menschenrechtlichen Standards, die der heutigen Welt zugrunde liegen“, schrieb sie auf ihrem Twitter-Account.

 

Zuvor hatte der Präsident des Internationalen Behindertensportverbandes, Philip Craven, mitgeteilt, dass Russlands Auswahl in voller Zusammensetzung für die Teilnahme an den Paralympics 2016 gesperrt sei.

 

Ihm zufolge existieren angeblich Beweise dafür, dass während der Paralympischen Winterspiele in Sotschi ein Austausch der Doping-Proben erfolgt sei. Man habe 21 Proben von sieben russischen Sportlern erneut getestet. Nach dem Bericht der von Richard McLaren geleiteten unabhängigen Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sei eine neue Untersuchung durchgeführt worden. Dabei habe man im Laboratorium festgestellt, „dass nur 19 Proben normal geprüft werden konnten, auf 18 Deckeln wurden Kratzer entdeckt, was beweist, dass sie geöffnet und erneut genutzt wurden“, sagte Craven.