Das ideologische «Gärtners Hund» bringt ein Nachteil für die Interessen Russlands

 

«Des Gärtners Hund frißt keinen Kohl, und will doch die beißen, die ihn abbrechen», Aphorismus von Aus Schlesien (17. Jahrhundert).

 

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Russische Massenmedien berichteten, dass in dem zentralen militärischen Archiv von Podolsk (Großstadt 40 km von Moskau) die verschwundene Tagebücher des Reichsführer SS Heinrich Himmler gefunden wurden.

 

Meiner Meinung nach ist dies eine Sensation, nicht die Tagebücher, aber die Tatsache, dass sie verloren waren und nun erst gefunden wurden.

 

Immerhin, es geht um einen hochrangigen Führer des Dritten Reiches! Der blutigste von allen im «Kabinett» von Hitler. Da sind ja Merkzettel sozusagen von einer Person, welche die Jahrzehnte ohne Nutzen für die Sache im Archiv lag, anstatt ein wichtiges Instrument für antifaschistische Propaganda zu werden.

 

Für mich als einer der professionellen Ideologen ist es ein Beweis der eklatante Indolenz und der Verantwortungslosigkeit. Denn, wenn wir in der gleichen Art auf die Bezeugung der Epoche nicht achten werden, ist die Fortsetzung all unserer ideologischen Kämpfe hinfällig, da diese zum Scheitern verurteilt sind.

 

Ich verstehe nicht, wie es möglich war, solange die Offenbarungen des «Menschenfressers» zu verstecken, die besser als alle richtigen Worte die unmenschliche Natur des Nazismus entlarven können, und das sicherste Gegengift gegen sie sind. Vielen Dank an die BBC, durch sie erfuhren wir endlich über den Inhalt dieser «Entdeckung»:

 

«In den Schriften wurden die Details des Privatlebens eines von den Organisatoren der Vernichtungslager beleuchtet. Unter anderem beschrieb er dort, wie man ihm die Morgenmassage gemacht hatte und er dann befahl er 10 Polen zu schießen. Er berichtet, dass er einen guten Imbiss im Buchenwald nahm, also in einem Nazitodeslager, wo Zehntausende von Juden getötet wurden. Er schrieb auch, dass er der Befehl gab, qualifizierte Hunde zu trainieren, um die Gefangenen von Auschwitz in Stücke zu reißen.»

 

Wenn das historische Dokument dieser Art im Laufe der Geschichte wertlos blieb, kann man nur die Regelmäßigkeit der Niederlage feststellen, welche wir erlitten haben, und weiter im Sinn des ideologischen Krieges fortzuführen und zu erleiden.

 

Während der geopolitische Feind Russlands sich so viel Mühe gibt, um die Geschichte neu zu schreiben versucht, um Russland aller möglichen Sünden zu beschuldigen, verhalten wir uns ungestört. Wir verhalten uns so lasch und sorglos. Wenn es keine Veröffentlichungen in den westlichen Massenmedien gäbe, hätten wir über Himmlers Tagebücher nie erfahren.

 

Es ist besonders erschreckend, weil jetzt alles klar ist, dass unsinnigerweise Mengen an für uns wichtigen Information in unseren Archiven verstauben. Wenn niemand die Tagebücher von Himmler braucht, was kann man über seine Nebentätern sagen? Zum Beispiel über die lettische SS-Männer. Ihre Ideologischen Nachfolgerschaften fordern jetzt von Russland die millionenfache Entschädigungsleistung wegen der grausamen Sowjetokkupation.

 

Vielen Dank an die einzelne selbsttätige Enthusiasten, dass man heute in den Tiefen des Internets die wahre Beweis-Information über «die Kämpfer für die Freiheit des Lettlands» aus dem Kreis «der Waffen-SS» finden kann.

 

 

Hier sehen wir das veröffentlichte Bild, das man auf einer speziellen Internetseite «Kriegsalbum» findet. Das ist die Schutzstaffel des Konzentrationslagers «Bergen-Belsen», wo Tausende von Leichen der Gefangenen in den Erdgruben zusammengeschmissen wurden. An diesem Foto kann man die Mitglieder der lettischen «Waffen-SS» sehen, die in der Gefangenschaft waren. Sie wurde gezwungen, die Leichen der Soldaten der sowjetischen Armee zu verladen.

 

Karel schreibt, der zweite auf der linken Seite (mit dem Schnurrbart) ist der lettische Kriegsfreiwillige der Waffen-SS. (Es gibt das Doppel-Hakenkreuz auf der Kragenlitze)

 

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Also haben wir das dokumentarische Beweismaterial des Verhaltens der lettischen «Kriegshelden», die heutzutage von der lettische Regierung, welche zu den Nazis nicht gleichgültig ist, angehimmelt werden. Es stellt sich heraus, dass sie weniger für die Freiheit kämpften, als vielmehr bei der Auslöschung der europäischen Bevölkerung halfen.

 

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Wir wissen eine Menge über die Gräuel der Konzentrationslager, besonders über das in Bergen-Belsen. Aber die Tatsache, dass dort lettische Henker waren, höre ich, ein Historiker vom Beruf, zum ersten Mal. Lettland war eine Sowjetrepublik und das Thema war eindeutig unbequem. Aber jetzt, wenn von dem ehemaligen brüderlichen Land Russland so viel vom ideologischen Dreck geworfen wird, können wir fragen: Sollen wir die Entschädigungsleistung bezahlen, oder im Gegenteil? Wie viele Millionen von unseren Menschen sind in diesen nazistischen Ausrottungslagern aufgerieben worden?

 

Hier ist eine zufällige Entdeckung. Schauen Sie aufmerksam auf das Foto der Internetseite «Kriegsalbum», das sich in der Titelzeile befindet. Man kann dort eine der berühmtesten Figuren des Drittes Reich sehen. Das ist Filmregisseurin Leni Riefenstahl. Das ist ein sehr sprechendes Foto, eine psychologische Entlarvung des Nazismus. L. Riefenstahl wurde als die Hauptpropagandistin von Hitler und des Nazismus in der Kinematographie berühmt. Sie brachte solche Filme in die Öffentlichkeit, als «Triumph des Willens» und «Olympia». Sie war eine eingefleischte Nationalsozialistin, welche an ein Hochziel glaubte.

 

Durch dieses Foto ist ein Moment der Wahrheit festgehalten: Sie hatte einen schweren moralische Schock, als sie im September 1939 Zeugin einer Geiselerschießung wurde. Das war polnisches «Laufpublikum2. Das Gesicht der «Nazisse» ist angstvoll. In diesem Augenblick verstand sie vermutlich die wahre Natur des Nazismus.

 

Auf der Grundlage dieses Foto, das ich persönlich zum ersten Mal sehe, könnten die erleuchteten Menschen eine Entlarvung des nazistischen ökumenischen Böses aufbauen.
Es scheint so, als ob nicht unsere Propaganda schüchtern ist, sondern ihre Schöpfer darüber nicht viel wissen, und nicht so sehr sich dafür interessieren. Dafür muss man ein Enthusiast von Berufwerden, statt einfach im Joche zu sein.

 

Es ist kaum zu begreifen, wie riesige Lager von historischen Beweisen, welche bekannt werden sollten, ohne Nutzen liegen bleiben. Und der einzige Gewinn davon haben nur Russlands Feinde.

 

 

Von Jurij Seliwaniow

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