Ein US-Soldat, dessen Waffen Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) im Internet präsentieren, ist nicht gefangen genommen worden und außer Lebensgefahr, wie ein Pentagon-Sprecher mitteilte.

 

„Wir können bestätigen, dass sich der Soldat in seiner Truppe befindet und nicht gefangen genommen wurde, obwohl er seine Erkennungsmarke und angeblich auch Waffen nach den jüngsten Operationen zurückgelassen hat“, so der Sprecher.

 

„Wir klären noch, ob die ganze Ausrüstung auf den Fotos bei den letzten Einsätzen oder zu anderer Zeit verloren gegangen ist.“

 

Die US-Spezialeinheiten, zu denen Larson gehört, sind bei gemeinsamen Operationen mit den afghanischen Streitkräften in der Provinz Nangarhar gegen Extremisten im Einsatz, die zuvor dem IS die Treue geschworen hatten.

 

Am Samstag hatten Dschihadisten im Internet Fotos von in Afghanistan „beschlagnahmten“ US-Waffen und Militärausrüstung veröffentlicht. Auf den Fotoaufnahmen sind unter anderem ein Granatwerfer, Munition, Funkgeräte und die Identifikationskarte des US-Soldaten Ryan Larson zu sehen.

 

Wie der Nato-Oberbefehlshaber in Afghanistan, General John Nicholson, Ende Juli mitgeteilt hatte, waren bei der Anti-Terror-Operation in Afghanistan bereits fünf US-Soldaten verletzt worden.

 

Der IS stellt derzeit eine der größten Gefahren für die globale Sicherheit dar. Innerhalb von drei Jahren brachten die Terroristen weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle. Sie versuchen außerdem, ihren Einfluss auf Afghanistan auszudehnen.