Der Bürgermeister Kiews, Vitali Klitschko, will die Partei des ukrainischen Präsidenten, „Block Petro Poroschenko“, verlassen, wie die ukrainische Zeitung „Vesti“ schreibt.

 

Demnach will das Klitschko-Team im Oktober aussteigen, seine Partei „Udar“ („Schlag“) wieder ins Leben zurückrufen und seine Anhänger aus der Präsidentenpartei „mitnehmen“.

 

Auslöser sei ein Konflikt zwischen Klitschko und Poroschenko, meint der Politikwissenschaftler Nikolaj Spiridonow. Klitschko dürfte mit den Ergebnissen eines Treffens zwischen Poroschenko und dem ukrainischen Oligarchen Dmitri Firtasch in Wien unzufrieden sein, hieß es.

 

Vor einem Jahr hatten „Block Petro Poroschenko“ und „Udar“ ihre Fusion angekündigt, um an den Kommunalwahlen teilzunehmen. An der Spitze des durch die Verschmelzung entstandenen Blocks „Solidarnost“ von Petro Poroschenko stand Klitschko.

 

Etwa einen Monat nach dem Euro-Maidan war Poroschenko zusammen mit Vitali Klitschko zu einem Treffen mit dem Magnaten Dmitri Firtasch nach Wien geflogen, wo die Politiker einen Deal mit der „Gas-Lobby“ geschlossen hatten: Immunität bei Verfolgung wegen Korruptionsverdachtes im Austausch gegen politische Unterstützung der Oligarchen im Vorfeld der Wahlen in Form von Spenden, Medien-Kampagnen und Kontakten.