Donald Trumps Wirtschaftsprogramm, das er jetzt in Detroit präsentiert hat, sieht eine Senkung der Unternehmenssteuern, der Einkommensteuer, eine Vereinfachung des Steuersystems und die Schließung der Schlupflöcher für Reiche vor, berichtet die russische Agentur RBC.

 

Im Falle seines Amtsantritts hat der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, die „größte Steuer-Revolution“ in den USA seit der Präsidentschaft Reagans versprochen. Dies geschah im Zuge seiner wirtschaftlichen Grundsatzrede im Economic Club in Detroit. Ihr Text ist auf der Webseite donaldjtrump.com veröffentlicht.

 

Wie die Agentur RBC berichtet, hat der Milliardär vorgeschlagen, die Steuern zu reduzieren, um die amerikanischen Unternehmen davon abzuhalten, ihre Tätigkeit ins Ausland zu verlagern. „Kein einziges amerikanisches Business“, erklärte Trump, „wird mehr als 15 Prozent Unternehmenssteuer zahlen. Kurz gesagt, wir senken die Steuern von 35 bis auf 15 Prozent.“

 

Ferner soll er US-Unternehmen, die ihr Kapital ins Land zurückführen wollen, zugesagt haben, dass sie dies werden tun können, wenn sie eine einmalige Steuer in Höhe von zehn Prozent entrichten.

 

Trump soll der Agentur zufolge auch eine Änderung der progressiven Einkommensteuerskala vorgeschlagen haben, die vorsehe, deren Stufen von sieben auf drei zu reduzieren, wobei der maximale Steuersatz von fast 40 auf 33 Prozent reduziert werden soll. Sein Steuerprogramm sehe eine dreistufige progressive Skala vor: 12, 25 und 33 Prozent. Wie der Republikaner dabei betonte, würden viele Arbeitnehmer gar keine Steuern zahlen, da für sie ein Steuernulltarif vorgesehen sei.

 

Ein weiteres Mal sprach Trump von einer „Revolution“, als es um die Energiewirtschaft ging. Diesem Sektor versprach er eine Steuersenkung und Deregulierung. „Die Trump-Administration wird eine Energierevolution anschieben, die neuen großen Reichtum in unser Land bringt“, sagte er. Zudem wolle der Milliardär ein Moratorium für alle neuen Regulierungen in der Energiewirtschaft und in anderen Bereichen verhängen.

 

Laut den Medien hofft er, dass diese Maßnahmen dem Bruttoinlandsprodukt alljährlich zusätzliche 100 Milliarden Dollar und damit 500.000 neue Arbeitsplätze im Jahr bringen werden.

 

In Detroit wiederholte Trump auch seine Thesen über die für Amerika nachteiligen internationalen Vereinbarungen. Er drohte bereits mit dem Austritt der USA aus der Welthandelsorganisation (WTO), sollten seine Pläne zum Tarifschutz für die Inlandsproduktion auf Widerstand stoßen.

 

Wie Trumps Wahlkampfkonkurrentin im Rennen um das Amt des Präsidenten, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, erklärte, wären die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen nur für die Reichen vorteilhaft. „Sein Steuerplan wird den Korporationen und wirklich reichen Menschen große Steuervergünstigungen geben“, zitiert Fox News ihre Worte. „Er will die Wirtschaft des durchsickernden Reichtums neu verpacken“, resümierte Clinton.