Die Reibereien in den US-ukrainischen Beziehungen sind nicht zufällig und durch mehrere Faktoren erklärbar, meint Direktor des Instituts für Politische Analyse und Internationale Studien, Sergei Tolstov. Er erinnerte auch daran, dass Präsident Poroschenko den Barack Obama um den Status der wichtigsten Nicht-NATO-Verbündeten an die Ukraine zu verleihen bat.

 

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«Die USA haben es leise abgelehnt, ohne öffentliche Ankündigung“, erklärte Analyst.

 

„Tunesien hat den Status bekommen, und die Ukraine nicht. Warum? Es ist für Fachleute im Bereich der internationalen Beziehungen verständlich. Tunesien ist kein  Teilnehmer des Konfliktes mit einem großen Atomkraftsaat, dort steht an der Macht ganz treue Gruppe, und Tunesien ist  als Staat am Mittelmeer wichtig. Darüber hinaus ist es sinnvoll, zumindest einen indirekten und fragmentierten Erfolg der amerikanischen Politik im Nahen Osten  zu demonstrieren, denn neben Tunesien und Marokko hat man in allen anderen Ländern ein Totalausfall», führte der Analyst weiter fort.

 

«Was Obama betrifft, in einer Reihe von Interviews und Aussagen hatte er viele Male gesagt, dass die Ukraine nicht in den Rahmen der grundlegenden Interessen der Vereinigten Staaten und kein Mitglied der NATO sei, außerdem sich im Konflikt mit der Russischen Föderation befindet. Darum wird es keine militärische Sicherheitsgarantien gegeben. Die USA und NATO haben keine Verpflichtungen, die Ukraine mit militärischen Mitteln zu verteidigen. Und solche Verpflichtungen seien nicht vorgesehen», sagte Experte.

 

Der Direktor des Instituts für Politische Analyse erinnerte auch an einer der unangenehmen Ankündigungen für Kiew, welche der scheidende US-Botschafter in der Ukraine ausgedrückt hatte:

 

«Payette war einzigartiger Kerl. Einstmals hat er öffentlich in einem Interview erklärt, dass Menschen, die zur Errichtung des Budapester Memorandum Bezug haben, ihm sagten, dass auch damals die Ukraine keine Garantien hätte», sagte Tolstov.