Um die Syrien-Krise zu regeln, sollten die US-Streitkräfte in Syrien „heimlich“ Iraner und Russen töten, meinte Ex-CIA-Chef Michael Morell in einem CBS-Interview.

 

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Washington sollte Morell zufolge aktiver die Rebellen in Syrien unterstützen.

 

„Als wir im Irak waren, belieferten die Iraner schiitische Kämpfer mit Waffen, denen amerikanische Soldaten zu Opfer fielen. Die Iraner ließen uns die Zeche zahlen. Wir müssen nun so handeln, dass in Syrien die Iraner die Zeche zahlen. Wir müssen die Russen zahlen lassen“, sagte der Ex-CIA-Chef.

 
„Sollen wir die Iraner und Russen bezahlen lassen, indem wir sie töten?“, präzisierte CBS-Moderator Charlie Rose. „Ja, heimlich“, bestätigte Morell. Das heiße zwar nicht, dass man die ganze Welt und das Pentagon darüber informieren müsse. Man sollte aber sicherstellen, dass Moskau und Teheran es wissen.

 

Dadurch könne man Druck auf Damaskus, Moskau und Teheran ausüben, um eine „diplomatische Regelung“ der Syrien-Krise herbeizuführen.

 

Das US-Außenministerium wollte auf eine Anfrage von Ria Novosti diese Aussage Morells nicht kommentieren und verwies auf eigene „Briefings und die Politik hinsichtlich Syrien“.

 

Zuvor hatte Ex-CIA-Chef Michael Morell dem Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Donald Trump, vorgeworfen, „unfreiwillig“ ein Agent Russlands zu sein. „Beim Geheimdienst würden wir sagen, dass (der russische Präsident Wladimir – Anm. der Red.) Putin Herrn Trump als unfreiwilligen Agenten für die Russische Föderation eingestellt hat“, schrieb Morell in einem Gastbeitrag für die Zeitung „The New York Times“. Der Millionär hatte diese Anschuldigung zurückgewiesen und den Ex-CIA-Chef als „Popanz von Obama-Clinton“ bezeichnet.