Am Vorabend fand in Belgrad eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer der Operation «Oluja» («Sturm») statt.

 

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Im Jahr 1995 hatte die kroatische Armee die Operation „Storm“ durchgeführt, welche von NATO-Staaten ausgebildet und bewaffnet worden war. Als Folge der Operation waren zahlreiche Opfer zu beklagen: Etwa 2000 Serben wurden getötet, zehnmal mehr Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, zivile Häuser sowie soziale Einrichtungen und orthodoxen Kirchen wurden zerstört.

 

Die Veranstaltung hat Protest-Charakter, denn Kroatien setzt Serbien mit den blutigen Ereignissen der neunziger Jahre in der Frage des EU-Beitritts unter Druck. Die Serben sind gegen dreiste Umschreiben der Geschichte, was mit dem Ziel gemacht wird, Serben zu diffamieren und sie als Kriegsverbrecher zu zeigen. Zugleich stellte Belgrad fallt, dass man in Kroatien die gefährliche Ideologie der «Ustascha» weiter fortsetzt, die Nazi-Kriegsverbrecher rehabilitiert, und der Jahrestag von «Storm» feiert.

 

Einer der Organisatoren, Marco, betonte, dass serbischen Nationalisten stark gegen den EU-Beitritt Serbiens sind.