Das Ziel der auf der Krim festgenommenen Saboteure sind nicht Angriffe auf Industrieobjekte oder Attentate auf die Führung der Halbinsel, sondern eine Reihe von Anschlägen in den Kurorten gewesen, um die Touristen zu verschrecken und diese Branche „zu töten“, wie die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag mit Verweis auf eigene Quellen schreibt.

 

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Am Vortag hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB mitgeteilt, dass er auf der Krim Terroranschläge habe vereiteln können, die die Hauptverwaltung für Aufklärung (GUR) des Verteidigungsministeriums der Ukraine vorbereitet habe. Bei der Festnahme der Saboteure seien zwei russische Militärs ums Leben gekommen. Laut Medienmeldungen sollen die Täter unter anderem einen Sprengstoffanschlag an der Automagistrale Simferopol-Jalta geplant haben.

 

„Wie sie (die Festgenommenen – Anm. d. Red.) aussagten, hätten sie keine Terroranschläge gegen die Führung der Republik oder gegen ihre Industrieobjekte geplant. Das Ziel der Angriffe sei die Tourismus-Branche auf der Halbinsel gewesen. Es sei vorgesehen gewesen, an verschiedenen Stellen in Kurorten eine Serie von nicht sehr starken Sprengstoffanschlägen zu verüben, die keine Opfer unter den Menschen fordern, aber eine Panik unter den Urlaubern auslösen und letztendlich den ‚Tourismus töten‘ sollten, wie es der Gesprächspartner sagte“, schreibt die Zeitung.

 

Nach den „Kommersant“ vorliegenden Angaben sollen die Saboteure in der Ukraine ausgebildet worden sein.

 

„Die meisten der Festgenommenen sind Bewohner der Krim, manche von ihnen trugen russische Ausweise bei sich, ihre Echtheit muss noch geprüft werden. Die Verhafteten sagten aus, dass sie mit der Hauptverwaltung für Aufklärung der Verteidigungsbehörde der Ukraine zusammengearbeitet hätten“, merkt die Zeitung an.