Nach dem Anschlagsversuch auf der Krim fordert die Regierung der russischen Schwarzmeerhalbinsel einen Ausschuss der Ukraine aus den Vereinten Nationen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

 

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte nach eigenen Angaben auf der Krim eine Reihe von Terroranschlägen vereitelt, die der militärische Nachrichtendienst der Ukraine geplant haben soll. Laut Medien waren Badeorte auf der Halbinsel das Ziel der Täter.

 

„Wir rufen alle zivilisierten Länder zu einem einheitlichen Vorgehen auf: Die Ukraine muss unverzüglich aus der Uno und der OSZE ausgeschlossen werden“, sagte der Vizepremier der Krim-Regierung, Ruslam Balbek, am Donnerstag. Er warf der Regierung in Kiew „Terrorismus gegen die Zivilbevölkerung“ vor.

„Die Lebensmittelblockade und die Sprengung der Strommasten waren nur das Vorspiel: Niemand in Kiew fragte sich, wie hier die Menschen leben, die wie Kinder durch den Winter kommen sollen“, so Balbek.

 

Nach seiner Einschätzung wollen die Machthaber in Kiew mit diesen Aktionen erreichen, dass die Krim-Bewohner ihre Entscheidung für Russland bereuen.

 

Der FSB hatte zuvor mitgeteilt, bei Kämpfen mit ukrainischen Spezialtruppen am Samstag und am Montag seien auf der Krim ein russischer Soldat und ein FSB-Mitarbeiter getötet worden. Mehrere mutmaßliche ukrainische Agenten seien festgenommen worden. Es seien Bomben und ukrainische Waffen sichergestellt worden.

 

 

Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Novosti geht die Fahndungsaktion auf der Krim weiter. Gesucht würden Männer zwischen 30 und 35 Jahren, die mit Anschlagsplänen unterwegs sein sollen.